Medizin-Supermarkt Ost

Ein Weltraum-Korsett gegen Lähmungen 4 min
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Der ukrainische Neurologe Volodymyr Kozyavkin 4 min
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Medizintourismus

Zum Zahnarzt nach Polen oder Ungarn und zur Beinverlängerung nach Russland: Die Länder Osteuropas locken deutsche Patienten mit preiswerten Behandlungen und Therapien, die es hierzulande nicht gibt.

Günstige Zahnbehandlung in einer Zahnklinik in Kostrzyn in Polen
Zum Zahnarzt nach Kostrzyn, Polen Ein Besuch beim polnischen Zahnarzt gleich hinter der Grenze kann sich richtig lohnen. Ausgesprochen günstig lassen sich beispielsweise für deutsche Patienten in der Grenzstadt Kostrzyn Implantate, Kronen und Brücken herstellen. Einsparung: bis zu 90 Prozent gegenüber einer Behandlung beim deutschen Zahnarzt. Bildrechte: IMAGO
Turda im Kreis Cluj in Siebenbürgen. Bilick in die große unterirdische Halle eines ehemaliges Salzbergwerkes.
Zum Inhalieren nach Turda, Rumänien Das einstige Salzbergwerk Turda (im Kreis Cluj/Klausenburg) ist eines der ältesten Bergwerke Siebenbürgens. In 120 Metern Tiefe kann man ideal seine Bronchien kurieren. Dabei hilft das feuchte, ionisierte Mikroklima im Stollen, in dem es zwischen 10 bis 12 Grad kalt ist. Regelmäßig kommen Patienten mit Atemwegsbeschwerden, um eine Kur von sieben bis zwölf Tagen unter Tage zu absolvieren. Sie inhalieren die salzige Luft zwischen einer halben bis vier Stunden pro Tag. Mehr dazu von unserem Ostblogger. Bildrechte: IMAGO
Günstige Zahnbehandlung in einer Zahnklinik in Kostrzyn in Polen
Zum Zahnarzt nach Kostrzyn, Polen Ein Besuch beim polnischen Zahnarzt gleich hinter der Grenze kann sich richtig lohnen. Ausgesprochen günstig lassen sich beispielsweise für deutsche Patienten in der Grenzstadt Kostrzyn Implantate, Kronen und Brücken herstellen. Einsparung: bis zu 90 Prozent gegenüber einer Behandlung beim deutschen Zahnarzt. Bildrechte: IMAGO
Eine Frau liegt mit Markierungen für eine Schönheitsoperation auf einem OP-Tisch
Zur Schönheitsoperation nach Prag, Tschechien

Schönheitskliniken in der tschechischen Metropole Prag bieten seit vielen Jahren Schönheitsoperationen zu unschlagbar günstigen Preisen an. Die Kliniken werben damit, westeuropäischen Standards ohne Weiteres zu entsprechen. Hunderte Deutsche lassen sich hier die Brüste vergrößern, Fett absaugen oder den Bauch straffen.
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Schilder weisen in Mosonmagyaróvár auf Zahnkliniken hin
Zum Zahnarzt nach Mosonmagyaróvár, Ungarn Die Kleinstadt Mosonmagyaróvár, gelegen an der ungarisch-österreichischen Grenze, hält einen Weltrekord: Mehr als 150 Zahnarztpraxen und drei Zahnkliniken stehen den knapp 32.000 Einwohnern zur Verfügung. Die Patienten kommen in der Regel aber nicht aus der Nachbarschaft, sondern aus Deutschland, Russland, Österreich oder Italien, weil die Behandlungen bis zu 70 Prozent günstiger angeboten werden als in den jeweiligen Heimatländern der Patienten. Bildrechte: IMAGO
Gebäude des Ilizarov Russian Scientific Centre for Restorative Traumatology and Orthopedics in Kurgan.
Zur Beinverlängerung nach Kurgan, Russland Eine Klinik im sibirischen Kurgan offeriert eine spezielle Form der Schönheitsoperation: die Verlängerung der Beine um bis zu 15 Zentimeter. Die Anfang der 1960er Jahre vom sowjetischen Arzt Gawril Ilisarow entwickelte Methode ist äußerst schmerzhaft – zunächst werden die Knochen gebrochen, anschließend Edelstahl-Konstruktionen an den Knochen fixiert. Durch das Drehen von Schrauben, die durch offene Wunden in die Beine ragen, werden die Knochen zum Wachsen animiert. Dennoch erfreut sich die Methode großer Beliebtheit bei jungen Frauen aus Russland, China und zunehmend auch aus Osteuropa. Bildrechte: IMAGO
Heilbad Széchenyi in Budapest. Ein großes gelbes Gebäude, davor ein Wasserbecken mit vielen Menschen.
Zur Arthrose-Behandlung nach Budapest, Ungarn Im Budapester Stadtwäldchen befindet sich das Széchenyi Thermalbad. Es ist das größte Heilbad Europas und wird gespeist von heißem Quellwasser, das aus großer Tiefe an die Erdoberfläche sprudelt. Das Wasser hilft unter anderem gegen Arthrose, Magengeschwüre, Gallenerkrankungen und Nierenleiden. Die Patienten und Besucher kommen seit Jahrzehnten aus aller Herren Länder, vor allem aber aus Deutschland und Österreich. In den Jahren vor 1990 war das Bad eines der beliebtesten Kurstätten für die Menschen aus der DDR, der CSSR, aus Rumänien oder Polen. Bildrechte: IMAGO
Heviz in Ungarn. Menschen schwimmen in einem See. Im Hintergrund ein langen Haus mit zwei Türmchen.
… oder nach Heviz, Ungarn Heviz ist der bekannteste Kurort Ungarns und der gleichnamige Thermalsee der größte seiner Art weltweit. Das Wasser hilft bei sämtlichen rheumatischen Erkrankungen. Die - vorwiegend älteren - Patienten kommen in großer Zahl aus Deutschland, Österreich und Tschechien. Bildrechte: IMAGO
Die mikroskopische Aufnahme zeigt eine menschliche Eizelle, die zu Demonstrationszwecken injiziert wird
Zur Eizellspende in die Ukraine In Deutschland sind Eizellspenden verboten. Unabhängig vom Alter der Patientin und der Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch. In der Ukraine sind Eizellspenden erlaubt, damit Frauen auch ohne eigene Eizellen schwanger werden können. Und das Geschäft boomt. Die Wartezimmer der Eizell-Kliniken in Kiew sind voll von Paaren aus Deutschland. Die Kosten für eine Eizell-Behandlung liegen zwischen 4.500 und 10.000 Euro. Bildrechte: colourbox
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Wärmende Wellness in Hévíz 4 min
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Franzensbad in Tschechien. Blick auf eine Fußgängerzone. Rechts sitzen Menschen auf weißen Bänken. Dahinter gelb getünchte Häuser. 5 min
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Kurorte im Preisvergleich 6 min
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Eine Frau erhält einen tiefen Gewebe Massage. 4 min
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Wärmende Wellness in Hévíz
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Kurorte im Preisvergleich
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Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV:

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Heute im Osten - Das Magazin | 20.09.2015 | 16:00 Uhr