Katholische Kirche in Polen: Fundamentalisten gegen Gemäßigte

Bischof Jozef Michalik
Józef Michalik

Michalik war Erzbischof von Przemysl und von 2004 bis 2014 Vorsitzender der polnischen Bischofskonferenz. Er unterstützte bis zu seinem Rückzug vom Bischofsamt im April offen die Kaczynski-Partei "Recht und Gerechtigkeit" (Pis). Gegnern der Regierung warf er in seiner Osterpredigt vor, "fremde Völker zum Hass gegen Polen zu mobilisieren." Der Kirchenexperte Stanislaw Obirek wertet es als "deutliches Signal", dass Papst Franziskus seinen Rücktritt praktisch sofort annahm. Franziskus ist gegen die Politisierung der Kirche, für die Michalik stand.
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Bischof Jozef Michalik
Józef Michalik

Michalik war Erzbischof von Przemysl und von 2004 bis 2014 Vorsitzender der polnischen Bischofskonferenz. Er unterstützte bis zu seinem Rückzug vom Bischofsamt im April offen die Kaczynski-Partei "Recht und Gerechtigkeit" (Pis). Gegnern der Regierung warf er in seiner Osterpredigt vor, "fremde Völker zum Hass gegen Polen zu mobilisieren." Der Kirchenexperte Stanislaw Obirek wertet es als "deutliches Signal", dass Papst Franziskus seinen Rücktritt praktisch sofort annahm. Franziskus ist gegen die Politisierung der Kirche, für die Michalik stand.
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Kardinal Henryk Hoser
Henryk Hoser

Henryk Hoser,  Bischof von Warschau-Praga, gehört zu den konservativsten Kirchenmännern in Polen. Er unterstützt die Ideen von Pis und Radio Maryja. Besonders erbittert kämpft er gegen die künstliche Befruchtung. Er bezeichnet diese als die "jüngere Schwester der Eugenik". In der Flüchtlingskrise warnte er: "Europa wird muslimisch, daran gibt es keinen Zweifel." Er sprach sich dafür aus, dass Polen christliche Flüchtlinge aufnehmen sollte, weil diese leichter zu integrieren seien. Damit steht er im Widerspruch zu Papst Franziskus. 
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Erzbischof Celestino Migliore
Celestino Migliore

Der apostolische Nuntius in Polen, Celestino Migliore, ist der Vertreter des Papstes. Sein Wort hat Gewicht innerhalb der Kirche. Und seine Rolle könnte noch bedeutender werden. Denn es gibt erste Anzeichen für einen aufkommenden Konflikt zwischen dem Papst und Vertretern der polnischen Kirche. Nicht nur in der Flüchtlingsfrage gibt es Differenzen. Franziskus sprach sich vor kurzem für eine klare Trennung von Kirche und Staat aus. Konfessionelle Staaten nähmen ein böses Ende. Die unter der Pis zunehmende Vermischung von Politik und Religion dürfte der Papst von daher kritisch sehen.
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