Familie Schellenberger Südsee statt Ostsee!

Familie Schellenberger berichtet von einer Kuba-Reise

Karl-Heinz Schellenberger und seine Frau sind kurz vor der Rente, als sie sich 1988 um eine Ostsee-Reise beim FDGB bewerben. Anstelle der beantragten Reise wird Familie Schellenberger 1989 überraschend eine Fahrt mit der MS "Arkona" nach Kuba angeboten. Sie müssen sich schnell entscheiden, denn in wenigen Tagen sollte die Reise losgehen.

Die Reiseroute verlief über Dänemark, durch die Nordsee, vorbei an den Kreidefelsen Englands und durch die stürmische Biskaya. Ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm wurde angeboten: Tontaubenschießen, Shuffleboard spielen, ein Swimmingpool und diverse Veranstaltungen versüßten die Überfahrt.

Die erste Station war Ponta Delgada, die Hauptstadt der Azoren. Dann ging es an den Bermudas vorbei in Richtung Kuba. Das Schiff lief in die Bucht von Santiago de Cuba ein und fuhr wenig später weiter nach Havanna. Nur 15 DDR-Mark durften die Schellenbergers als "Taschengeld" umtauschen, um Souvenirs und Südfrüchte zu kaufen. Am Ende der spannenden 14 -tägigen Reise flogen die Urlauber über Kanada zurück in die damalige DDR. Für die Schiffahrt-Reise musste das Ehepaar den vollen Fahrtpreis bezahlen, im Gegensatz zu vielen anderen Passagieren, die für gewöhnlich eine Zuzahlung leisten mussten oder teilweise umsonst mitfuhren. Stolze 5.100 DDR-Mark pro Person kostete die Kuba-Reise, aber die Schellenbergers haben es nicht bereut.

Zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2011, 10:40 Uhr