Pro-russischer TV-Sender bangt um Lizenz

Ostblogger Danko Handrick beim pro-russischen TV-Sender "Inter" in Kiew
Auch in Kiew möchte Ostblogger Danko Handrick (2. v. li.) wissen, wie es um die Medienfreiheit steht. Er besucht den TV-Sender "Inter" in Kiew. Der Privatsender gehört dem ukrainischen Gas-Oligarchen Dmitri Firtasch, der mit Gazprom das Joint Venture RosUkrEnergo gegründet hat und zum alleinigen Gasimporteur der Ukraine avancierte. Firtasch gehörte zu den Janukowitsch-Anhängern. Im März 2014 wurde er in Wien verhaftet, gegen Kaution eines russichen Oligarchen aus Putins Dunstkreis kam er wieder frei. Bildrechte: MDR/Markus Zergiebel
Ostblogger Danko Handrick beim pro-russischen TV-Sender "Inter" in Kiew
Auch in Kiew möchte Ostblogger Danko Handrick (2. v. li.) wissen, wie es um die Medienfreiheit steht. Er besucht den TV-Sender "Inter" in Kiew. Der Privatsender gehört dem ukrainischen Gas-Oligarchen Dmitri Firtasch, der mit Gazprom das Joint Venture RosUkrEnergo gegründet hat und zum alleinigen Gasimporteur der Ukraine avancierte. Firtasch gehörte zu den Janukowitsch-Anhängern. Im März 2014 wurde er in Wien verhaftet, gegen Kaution eines russichen Oligarchen aus Putins Dunstkreis kam er wieder frei. Bildrechte: MDR/Markus Zergiebel
TV-Sender "Inter" in Kiew
Vielen patriotisch gesinnten Ukrainern sind die Nachrichten bei "Inter" zu russlandfreundlich und der Anteil russischer Serien zu hoch. Bildrechte: MDR/Markus Zergiebel
TV-Sender "Inter" in Kiew
Silvester war es zum Eklat gekommen, als eine Neujahrs-Show über den Sender ging, in der russische Stars die Annexion der Krim guthießen. Vermummte Unbekannte hatten daraufhin das Büro des ukrainischen Fernsehsenders überfallen und Scheiben eingeschlagen. Hardliner in der ukrainischen Führung verlangten zudem die Schließung des Senders. Bildrechte: MDR/Markus Zergiebel
TV-Sender "Inter" in Kiew
Die Mitarbeiter von "Inter" bangen derweil um ihre Jobs, denn der Nationale Medienrat der Ukraine hat den Sender wegen seiner russlandnahen Haltung schon zwei Mal verwarnt. Die Verwarnungen haben zwar keine unmittelbaren Folgen, aber im Sommer läuft die Sendelizenz von "Inter" aus, über deren Verlängerung der Medienrat zu entscheiden hat. Auch finanziell wird es eng für "Inter", so hat beispielsweise Kyivstar, der größte Mobilfunkanbieter des Landes, inzwischen seine Werbespots zurückgezogen. Und die ukrainische Netzgemeinde hat in den sozialen Netzwerken aufgerufen, nicht mehr "Inter" zu schauen. Bildrechte: MDR/Markus Zergiebel
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