Petra Köpping
Bildrechte: MDR/RBB/Hoferichter & Jacobs

Ostdeutsche integrieren Petra Köpping

"Frauen sind anders als Männer. Die rufen nicht sofort: Ich kann alles."

Petra Köpping
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Petra Köpping, Jahrgang 1958, ist SPD-Mitglied und seit 2014 Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration. Nachdem sie 1977 in Grimma ihr Abitur abgelegt hat, wird sie stellvertretende Bürgermeisterin in der Gemeinde Großsteinberg. Ab 1980 arbeitet sie beim Rat des Kreises Grimma. Daneben beginnt sie ein Fernstudium der Staats- und Rechtswissenschaften, das sie 1985 mit Diplom abschließt. Petra Köpping profitiert als Mutter von drei Kindern von den sozialpolitischen Maßnahmen, mit der die DDR-Führung seit den 1970er-Jahren den Rückgang der Geburten stoppen will. Auf der anderen Seite erlebt sie aber auch die Doppelbelastung, mit denen berufstätige Frauen in der DDR konfrontiert sind. Arbeit, Kinder, Haushalt. "Ich kann mich erinnern", sagt sie heute, "dass ich nie vor Mitternacht im Bett war."

1986 tritt sie in die SED ein, drei Jahre später wird sie Bürgermeisterin der Gemeinde Großpösna. Weil sie sich von der Partei mit ihren Problemen zunehmend alleine gelassen fühlt, tritt sie im Juni 1989 aus der SED aus. 2002 wird sie SPD-Mitglied und macht Karriere in der sächsischen Landespolitik.


Über dieses Thema berichtet der MDR im TV: "Ostfrauen - Wege zum Glück" | 08.03.2019 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. März 2019, 16:40 Uhr