Zu Besuch im Kiewer Exil von Schachtar Donezk

Ostblogger Danko Handrick und sein Team haben in Kiew beim Training von Schachtar Donezk zugesehen
Fußball in Zeiten des Krieges – das heißt für die ukrainische Spitzenmannschaft FC Schachtar Donezk, im Exil zu trainieren und zu spielen. Das sportliche Aushängeschild der Ostukraine wählte im Sommer 2014 die ukrainische Hauptstadt Kiew als Ausweichquartier. Spieler und Betreuer leben und trainieren jetzt auf unabsehbare Zeit hier. Bildrechte: MDR/Markus Zergiebel
Ostblogger Danko Handrick und sein Team haben in Kiew beim Training von Schachtar Donezk zugesehen
Fußball in Zeiten des Krieges – das heißt für die ukrainische Spitzenmannschaft FC Schachtar Donezk, im Exil zu trainieren und zu spielen. Das sportliche Aushängeschild der Ostukraine wählte im Sommer 2014 die ukrainische Hauptstadt Kiew als Ausweichquartier. Spieler und Betreuer leben und trainieren jetzt auf unabsehbare Zeit hier. Bildrechte: MDR/Markus Zergiebel
Ostblogger Danko Handrick und sein Team haben in Kiew beim Training von Schachtar Donezk zugesehen
Timur Morozow ist Schachtar-Fan und hofft, dass seine Mannschaft bald wieder in Donezk spielen kann. Die Spiele im westukrainischen Exil seien fast immer wie Auswärtsspiele, weil es weder in Kiew noch in Lwiw (Lemberg) echte Schachtar-Fans gebe. Bildrechte: MDR/Markus Zergiebel
Ostblogger Danko Handrick und sein Team haben in Kiew beim Training von Schachtar Donezk zugesehen
Damit sich überhaupt Schachtar-Fans eine Reise zu den Spielen ihres Klubs in Lemberg leisten können, subventioniert Klub-Eigentümer Rinat Achmetow großzügig. Er trägt die Reisekosten und die Eintrittskarte gibt es für umgerechnet 90 Cent. Bildrechte: MDR/Markus Zergiebel
Ostblogger Danko Handrick und sein Team haben in Kiew beim Training von Schachtar Donezk zugesehen
Ungefähr die Hälfte der Mannschaft von Schachtar kommt aus Brasilien, zum Beispiel der offensive Mittelfeldspieler Wellington Nem. Fußball in Zeiten des Krieges – das geht auch an ihnen nicht spurlos vorbei. 2014 hatten sich einige der brasilianischen Spieler bei einem Freundschaftsspiel in Frankreich aus Angst um Gesundheit und Leben schon abgesetzt. Sie kehrten wenig später zurück, da ihre Chancen auf einen Wechsel zu einem anderen Klub sehr gering sind. Oligarch Achmetow verpflichtet ausländische Spieler weit über ihrem Marktwert. Kein Verein würde ihnen einen ähnlich hohen Verdienst zahlen oder eine überhöhte Ablösesumme für sie zahlen. Stellungnahmen zum Konflikt in der Ukraine sind von ihnen nicht zu bekommen. Bildrechte: MDR/Markus Zergiebel
Ostblogger Danko Handrick und sein Team haben in Kiew beim Training von Schachtar Donezk zugesehen
Bekannt ist der russlandnahe Fußballclub unter seinem russischen Namen "Schachtjor Donezk", aber auf Ukrainisch heißt der Verein "Shakhtar Donetsk" - wie der Name hier auf der Box zu sehen ist. Der russlandnahe Club aus der Ostukraine hat es nicht leicht bei den Kämpfen um Punkte auf nationalem Fußball-Parkett im westukrainischen Exil. Doch wenn der Traditionsklub international antritt, dann ist er wieder eine gesamtukrainische Mannschaft. So zum Beispiel am 17. Februar 2015, als Donetsk in seinem Exil in Lemberg den deutschen Rekordmeister Bayern München zum Champions-League-Achtelfinale empfing und ihm mit einem 0:0 die Stirn bot. Bildrechte: MDR/Markus Zergiebel
Ostblogger Danko Handrick und sein Team haben in Kiew beim Training von Schachtar Donezk zugesehen
Die Donezker Fußballer sind in der Ukraine die einzige Mannschaft, die mit dem Hauptstadtklub Dynamo Kiew mithalten können. Möglich wurde dies durch die Übernahme von Shakhtar durch den Milliardär Rinat Achmetow Mitte der 1990er-Jahre. Seitdem gewann Shakhtar neun Mal die Landesmeisterschaft und ebenso oft den Landespokal. Damit spielt Donezk auch regelmäßig im europäischen Klub-Fußball mit. 2009 gelang den "Bergarbeitern" gegen Werder Bremen sogar der Sieg im UEFA-Cup. Bildrechte: MDR/Markus Zergiebel
Alle (6) Bilder anzeigen