Schulbeginn in Russland: Zwischen Tracht und Uniform

Fröhliche Schüler in festlicher Kleidung heben die Arme.
In Russland ist an diesem Wochenende der Schulbeginn begangen worden. Dieser findet traditionell immer am 1. September statt, dem "Tag des Wissens". Bildrechte: dpa
Fröhliche Schüler in festlicher Kleidung heben die Arme.
In Russland ist an diesem Wochenende der Schulbeginn begangen worden. Dieser findet traditionell immer am 1. September statt, dem "Tag des Wissens". Bildrechte: dpa
Frau im Kostüm. An ihrer Hand ein blondes Mädchen in festlichen Kleidung.
Seit 1984 ist der erste Schultag sogar ein staatlicher Feiertag, zu dem sich die ganze Familie der Erstklässler herausputzt und mit in die Schulen geht, wo der Schuljahresbeginn feierlich zelebriert wird. Bildrechte: dpa
Lehrerin übergibt Blumensträuße an eine Gruppe Erstklässlerinnen.
Dazu überreichen Eltern und Schüler Blumen an die Lehrer. Traditionell besteht ein Strauß aus mindestens fünf Blumen, da die 5 die beste Schulnote ist. Zum 1. September werden in Russland fast so viele Blumen wie zum Internationalen Frauentag verkauft. Bildrechte: dpa
Zwei Mädchen in traditioneller russischem Festkleid in einem Klassenraum.
Auch äußerlich legen die Russen am Tag des Wissens Wert auf Traditionen. Diese Mädchen tragen wie viele am 1. September eine Schuluniform. Die ist typischerweise schwarz mit weißer Spitze und den Schuluniformen der ehemaligen Sowjetunion nachempfunden. Bildrechte: dpa
Schüler in festlicher Kleidung in einem Unterrichtsraum einer orthodoxen Schule in Moskau.
Die Kleidchen werden teilweise über Generationen weitergegeben oder von den Müttern aufwendig selbst genäht. Jungen haben es da mit weißem Hemd und dunkler Jacke einfacher, wie in dieser orthodoxen Schule in Moskau. Bildrechte: dpa
Gruppe von Erstklässlern in Militäruniform.
Doch es geht auch anders. Denn neben herkömmlichen Schulen erfreuen sich in Russland auch so genannte "Kadettenschulen" wachsender Beliebtheit. Dort lernen die Kinder neben Lesen und Rechnen auch militärischen Drill - und die älteren den Umgang mit Waffen. Bildrechte: dpa
Gruppe von Kindern in Marineuniform. Daneben ein Offizier.
Die Kadettenschulen sind so beliebt, dass einzelne Militäreinheiten eigene Schulen unterhalten. So gibt es in Sankt Petersburg eine Marineschule, in die bereits Erstklässler kommen. Bildrechte: dpa
Zwei Erstklässler in Marineuniform halten Blumensträuße.
Die Kadettenschulen sollen den Kindern Patriotismus und militärische Werte vermitteln. So sollen auch spätere Soldaten für die russische Armee angeworben werden. Bildrechte: dpa
Kinder der Gruppe "Reserve".
Mittlerweile gibt es sogar Kindergärten, die militärische Früherziehung anbieten, wie hier in Cherepowets, 500 Kilometer nördlich von Moskau. Die Kinder seien "die Reserve für unsere Soldaten", sagte die Kindergartenleiterin bei der Vorstellung. Bildrechte: Cherepovets News Agency
Blondes Mädchen mit Brille hält Stapel russischer Schulbücher.
Aber egal ob Kadettenschule, orthodoxe Einrichtung oder normale staatliche Schule: Für alle Schulanfänger stehen nach den Feierlichkeiten mindestens neun Jahre Pauken auf dem Plan. Danach endet die allgemeine Schulpflicht. Bildrechte: dpa
Erstklässler rauft sich im Unterricht die Haare.
Dem einen oder anderen bereitet aber schon der erste Tag Kopfzerbrechen. Vielleicht liegt es aber auch nur an der Aufregung.

Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: "Die gefährlichsten Schulwege der Welt" | 12.02.2017 | 09:25 Uhr.
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