Osteuropa

Sankt Petersburg: Sklavenarbeit für die Fußball-WM?

Das Stadion von Zenit Sankt Petersburg ist für die Fußball-WM 2018 umgebaut worden. Dabei sollen 110 nordkoreanische Sklavenarbeiter eingesetzt worden sein - ein "Geschenk" von Machthaber Kim Jong-un.

Fußballstatdion St. Petersburg
Im Juni 2017 ein erster Test: St. Petersburg wird Gastgeber des FIFA Confederations Cups, einer Art Mini-Weltmeisterschaft. Bildrechte: dpa
Fußballstatdion St. Petersburg
Im Juni 2017 ein erster Test: St. Petersburg wird Gastgeber des FIFA Confederations Cups, einer Art Mini-Weltmeisterschaft. Bildrechte: dpa
Die Baustelle des zukünftigen WM-Stadions aufgenommen am 20.07.2015 in St. Petersburg (Russland)
Auf der Baustelle sollen mindestens 110 Nordkoreaner als "Sklavenarbeiter" eingesetzt worden sein; das berichtete das norwegische Fußball-Magazin "Josimar". Bildrechte: dpa
Stadionbau Petersburg
Die Nordkoreaner seien in Containern untergebracht worden, mit Stacheldraht abgezäunt. Sie hätten fast rund um die Uhr arbeiten müssen und dafür nur einen Hungerlohn bekommen, wenn überhaupt. Bildrechte: D. Sinyakov / Josimar
Stadionbau Petersburg
Die Nordkoreaner von St. Petersburg sollen Teil einer "Armee" von Auslandsarbeitern sein, die das Regime in Pjöngjang weltweit einsetzt, um an Devisen zu kommen. Wegen seines Atomwaffenprogramms steht Nordkorea unter strikten Sanktionen. Bildrechte: D. Sinyakov / Josimar
Abschlusszeremonie des Parteitags in Nordkorea mit Kim Jong Un.
Laut UN nimmt die nordkoreanische Führung durch seine Auslandsarbeiter jährlich bis zu zwei Milliarden US-Dollar ein. Die Arbeiter sollen auch im Ausland ständig unter Überwachung stehen. Beobachter sprechen von Sklavenarbeit und Geiselnahme. Bildrechte: IMAGO
Männer arbeiten an einer Schiene.
Nordkorea soll mindestens 100.000 Arbeitskräfte ins Ausland entsandt haben, zitiert "Josimar" einen südkoreanischen Experten. Vor allem nach China, in den Nahen Osten - und rund 30.000 nach Russland. Aus nordkoreanischer Sicht seien die Arbeitsverhältnisse im Ausland besser als in Nordkorea, so der Experte. Bildrechte: IMAGO
Ein Bagger fährt über die noch im Bau befindliche Zubringerbrücke zum Stadion in St. Petersburg.
Anfang 2017 war das Zenit-Stadion in Sankt Petersburg noch immer nicht fertig. Gebaut wurde seit 2006 - an der Stelle des alten Kirow-Stadions, das für den Neubau abgerissen war. Damals veranschlagte man die Baukosten auf rund 220 Millionen US-Dollar. Bildrechte: dpa
Die Baustelle des zukünftigen WM-Stadions aufgenommen am 20.07.2015 in St. Petersburg (Russland)
Am Ende lagen die Baukosten bei 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Grund: Massive Korruption, sagt "Transparency International". Bei den nordkoreanischen Arbeitern dürfte von den gestiegenen Baukosten nichts angekommen sein. Ein Großteil ihres Lohns wird offenbar vom Regime in Pjöngjang einbehalten.
(Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell auch im TV: 29.06.2017 | 19:30 Uhr.)
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Männer arbeiten an einer Schiene.
Nordkorea soll mindestens 100.000 Arbeitskräfte ins Ausland entsandt haben, zitiert "Josimar" einen südkoreanischen Experten. Vor allem nach China, in den Nahen Osten - und rund 30.000 nach Russland. Aus nordkoreanischer Sicht seien die Arbeitsverhältnisse im Ausland besser als in Nordkorea, so der Experte. Bildrechte: IMAGO