Osteuropa

Sowjetische Ehrenmale in Osteuropa

Sowjetische Ehrenmale erinnern in Ost- und Südosteuropa an die schätzungsweise acht bis 20 Millionen gefallenen Soldaten der Roten Armee während des Zweiten Weltkrieges. In Wien und in Berlin stehen die ältesten.

Nachtwölfe am Tag des Sieges am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin, 2017
Nur ein Jahr nach Kriegsende begannen die Bauarbeiten am zwölf Meter hohen sowjetischen Soldaten, der ein Mädchen auf dem Arm hält. Am 8. Mai 1949 wurde die neun Hektar große Anlage in Berlin Treptow eröffnet – das größte sowjetische Kriegsdenkmal in Deutschland. Bildrechte: IMAGO
Nachtwölfe am Tag des Sieges am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin, 2017
Nur ein Jahr nach Kriegsende begannen die Bauarbeiten am zwölf Meter hohen sowjetischen Soldaten, der ein Mädchen auf dem Arm hält. Am 8. Mai 1949 wurde die neun Hektar große Anlage in Berlin Treptow eröffnet – das größte sowjetische Kriegsdenkmal in Deutschland. Bildrechte: IMAGO
Mitglieder des russischen Nachtwölfe Mc bei der Blumen- und Kranzniederlegung am Tag des Sieges am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park in Berlin, 2017
Mitglieder der russischen Biker-Gang "Nachtwölfe" posieren vor dem Mahnmal. Sie gelten als Putin treu, nationalistisch und antiwestlich. Auch für 2018 haben sie sich auf ihrer Motorradtour von Moskau nach Berlin in Treptow angekündigt. Bildrechte: IMAGO
Statue 'Mutter Heimat ruft' in Wolgograd
…nach einem Berlin-Besuch das Mahnmal der "Mutter Heimat" in Wolgograd in Auftrag gegeben haben soll. Es wurde mit 52 Metern mehr als vier Mal so hoch wie das Berliner Vorbild. Das Ehrenmal wurde 1967 eingeweiht und soll an die Schrecken des Krieges und den Sieg der Roten Armee im damaligen Stalingrad erinnern. Das Pendent zu dieser Figur… Bildrechte: IMAGO
Sowjetisches Ehrenmal
… steht in Kiew. Diese "Mutter Heimat" ist 62 Meter hoch und wurde am 9. Mai 1981 eingeweiht – mit einem Jahr Verspätung, weil es sowohl Probleme beim Aufrichten der Statue als auch mit ihrer Verankerung gab. Die Statue überragt die Goldenen Kuppeln der benachbarten Maria-Himmelfahrt-Kirche des Höhlenklosters, dem ältesten Kloster der "Kiewer Rus". Bildrechte: imago/Fabian Matzerath
Sowjetisches Ehrenmal
In den von der Sowjetunion besetzten baltischen Staaten wurden ebenfalls dominante Denkmale im Zentrum der Hauptstädte errichtet – so wie hier das Befreier-Denkmal in Riga. Es wurde 1985 erbaut und sollte an die Befreiung Rigas durch die Rote Armee erinnern. Für die Letten gilt es als Symbol der russischen Besatzung nach 1945. Abrisspläne sind derzeit vom Tisch. Die russische Minderheit im Land feiert Jahr für Jahr am 9. Mai vor dem Denkmal den Sieg der Sowjetarmee über Hitlers Wehrmacht und das Ende des "Großen Vaterländischen Krieges". Bildrechte: imago/ITAR-TASS
Besucherin an der Statue eines Rotarmisten an einem Ehrenmahl für die im 2.Weltkrieg getöteten sowjetischen Soldaten in Tallinn, 2007
Der deutlich kleinere "Bronze-Soldat" in Tallin wurde dagegen bereits im April 2007 aus dem Stadtzentrum auf einen Soldatenfriedhof umgesetzt. Die zwölf unter ihm bestatteten Soldaten wurden ebenfalls umgebettet. Bildrechte: IMAGO
Sowjetisches Ehrenmal
In Polen sollen sowjetische Mahnmale komplett aus der Öffentlichkeit verschwinden. Das regelt das sogenannte "Dekommunisierungsgesetz". Auf dem Sowjetischen Militärfriedhof in Warschau erinnert ein Obelisk an die knapp 22.000 sowjetischen Offiziere und Soldaten, die hier beerdigt wurden. Die Anlage wurde am Tag des Sieges 1950 eingeweiht und ist 19 Hektar groß. Der Obelisk fällt nicht unter das "Dekommunisierungsgesetz", weil er auf einem sowjetischen Friedhof steht. Bildrechte: imago/ITAR-TASS
Sowjetisches Ehrenmal
Slavín, das Kriegerdenkmal in Bratislava. Das Ehrenmal wurde 1960 eingeweiht und erinnert an die bei der Befreiung Bratislavas gefallenen und hier beerdigten knapp 7.000 Sowjetsoldaten. Doch auch in nichtsozialistischen Ländern wurden Sowjetische Ehrenmale errichtet… Bildrechte: imago/Xinhua
Sowjetisches Ehrenmal
…so wie hier am Schwarzenberg-Platz in Wien. Es soll an die 17.000 gefallenen Sowjetsoldaten erinnern, die bei der Befreiung Wiens im April 1945 ums Leben kamen. An den Arbeiten zum Denkmal waren auch deutsche Kriegsgefangene beteiligt. Es wurde am 19. August 1945 eröffnet. Die Ideen und erste Modelle zum Denkmal wurden schon im Februar, noch vor der eigentlichen Schlacht um Wien, in Auftrag gegeben. Bis 1956, ein Jahr nach dem Ende Ende der teilweisen sowjetischen Besatzung Österreichs, hieß der Teil des Schwarzenberg-Platzes, auf dem das Ehrenmal steht, übrigens Stalinplatz. (Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV-Magazin "Zeitreise", am 08.05.2018, 21:15 Uhr) Bildrechte: imago/Volker Preußer
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