Kuba trauert um Castro

Nach dem Tod des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro nehmen die Kubaner Abschied von ihrem früheren Präsidenten. Castros Leiche war am Samstag auf Wunsch seiner Familie eingeäschert worden. Die Urne ist derzeit am Rande des Platzes der Revolution in der Hauptstadt Havanna aufgestellt.

Auf dem zentralen Ort war für Montag eine Massenkundgebung zu Ehren des früheren Präsidenten geplant. Castro hielt auf dem Platz zu Lebzeiten Ansprachen vor mehr als einer Million Kubanern - etwa am 1. Mai oder am 26. Juli, dem Nationalfeiertag.

Trauerfeierlichkeiten in Havanna

Während der bis Sonntag dauernden mehrtägigen Staatstrauer sind die Fahnen im Land auf halbmast gesetzt. Die Kubaner im ganzen Land sind aufgerufen, eine Erklärung zu unterzeichnen, weiterhin für Castros Ideale und den Sozialismus zu kämpfen. Radio und Fernsehen sollen nach eigenen Angaben derzeit auf eine "patriotische und historische Programmgestaltung" achten. Zur jeden vollen Stunde werden Salutschüsse durch die kubanischen Streitkräfte abgegeben.

Beisetzung in Santiago de Cuba

Am Mittwoch wird die Asche des Revolutionsführers in das 900 Kilometer entfernte Santiago de Cuba gebracht, wo der einstige Staatsführer seine ersten Revolutionsversuche unternahm. In der Stadt im Südosten des Inselstaats wird Castro am Sonntag beerdigt. Der kubanische Revolutionsführer war am vorigen Freitag im Alter von 90 Jahren in Havanna gestorben. Er hatte Kuba 47 Jahre lang regiert.

Zuletzt aktualisiert: 28. November 2016, 15:27 Uhr