HEUTE IM OSTEN | Wir und der Osten Europas

Seltener Anblick in Prag

Osteuropa

Böhmische Kronjuwelen ausgestellt

In Prag können jetzt die böhmischen Krönungsinisgnien besichtigt werden. Die wertvollen Juwelen werden sehr selten der Öffentlichkeit gezeigt.

Sankt-Wenzels-Krone
671 Jahre alt ist die prachtvolle Wenzels-Krone, die seit Mitte Januar auf der Prager Burg ausgestellt wird. Sie ist fast zweieinhalb Kilo schwer, aus purem Gold gefertigt und mit 96 Edelsteinen verziert. Karl IV., seines Zeichens König von Böhmen und später römisch-deutscher Kaiser, bestellte sie für seine Krönung im Jahr 1346. Seitdem ist sie ein Symbol des tschechischen Staates. Bildrechte: IMAGO
Sankt-Wenzels-Krone
671 Jahre alt ist die prachtvolle Wenzels-Krone, die seit Mitte Januar auf der Prager Burg ausgestellt wird. Sie ist fast zweieinhalb Kilo schwer, aus purem Gold gefertigt und mit 96 Edelsteinen verziert. Karl IV., seines Zeichens König von Böhmen und später römisch-deutscher Kaiser, bestellte sie für seine Krönung im Jahr 1346. Seitdem ist sie ein Symbol des tschechischen Staates. Bildrechte: IMAGO
Kammer mit den Kronjuwelen in der St.-Veits-Kathedrale auf der Prager Burg in Tschechien.
Außerdem gehören ein Zepter und ein Reichsapfel zu den Krönungsinsignien, die nur selten öffentlich ausgestellt werden. Der Anlass diesmal ist ein Doppeljubiläum: Die Gründung der Tschechoslowakei vor 100 Jahren (1918) und die Entstehung der Tschechischen Republik vor 25 Jahren (1993). Bildrechte: IMAGO
Der tschechische Präsident Milos Zeman.
Die Krönungsinsignien lagern in einer streng bewachten Schatzkammer auf der Prager Burg. Um diese aufzuschließen, sind sieben Schlüssel nötig, die auf sieben Schlüsselhüter verteilt sind. Hüter Nummer eins ist von Amts wegen Staatspräsident Miloš Zeman (im Bild vor der Wenzelskrone). Bildrechte: IMAGO
Der tschechische Präsident Milos Zeman (7. von rechts) und weitere Würdenträger in der St.-Veits-Kathedrale auf der Prager Burg in Tschechien.
Nur wenn alle sieben Schlüsselträger zusammenkommen, können die Kronjuwelen aus der Schatzkammer entnommen werden. Neben dem Staatsoberhaupt sind das derzeit Ministerpräsident Andrej Babiš, die Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern, der Erzbischof von Prag, die Prager Oberbürgermeisterin und der Vorsitzende des Prager Domkapitels (hier bei der feierlichen Entnahmezeremonie zu sehen). Bildrechte: IMAGO
Besucher in Vladislav Hall auf der Prager Burg.
Da die Kronjuwelen so selten und jeweils nur für eine äußerst kurze Zeit zu sehen sind, bilden sich am Einlass lange Schlangen. Zuletzt wurden die böhmischen Krönungsinsignien vor eineinhalb Jahren zum 700. Geburtstag Karl IV. ausgestellt. Damals kamen innerhalb weniger Tage mehr als 40.000 Menschen, um die nationalen Heiligtümer zu sehen. Bildrechte: IMAGO
Ausstellung in der St.-Veits-Kathedrale auf der Prager Burg in Tschechien.
Für die diesjährige Ausstellung wurde eine neue Vitrine aus Sicherheitsglas angefertigt. Damit können Besucher die Krönungsinsignien zum ersten Mal in der Geschichte von allen Seiten betrachten. Bildrechte: IMAGO
königliche Reichsapfel
Ausgestellt wird auch die prachtvoll verzierte Hülle, in der das Zepter aufbewahrt wird. Bildrechte: IMAGO
St. Wenzels Rüstung, Helm und Schwert
Eine eigene Vitrine ist außerdem dem Heiligen Wenzel gewidmet. Dort sind die Reliquien und das Schwert dieses böhmischen Fürsten zu sehen, der im 10. Jahrhundert lebte und als einer der Väter des tschechischen Staates gilt. Die Ausstellung kann noch bis Dienstag, 23. Januar, zwischen 10 und 17 Uhr besichtigt werden. Bildrechte: IMAGO
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Vor 125 Jahren: Installation der ersten Rolltreppe (in New York)

Schneller, tiefer, länger, älter Rolltreppen in die Unterwelt Osteuropas

Die Metrostationen in Osteuropa können mit Superlativen aufwarten: In Kiew rollen Treppen in die tiefste Metrostation der Welt, in Sankt Petersburg gibt es die längsten und in Prag die schnellsten Rolltreppen weltweit...

Rolltreppe in einer Metrostation in Sankt Petersburg
Sankt Petersburg: Die längste Rolltreppe der Welt Die längste ununterbrochene Rolltreppe der Welt befindet sich in Sankt Petersburg. Sie ist imposante 137 Meter lang. Bildrechte: IMAGO
Rolltreppe in einer Metrostation in Sankt Petersburg
Sankt Petersburg: Die längste Rolltreppe der Welt Die längste ununterbrochene Rolltreppe der Welt befindet sich in Sankt Petersburg. Sie ist imposante 137 Meter lang. Bildrechte: IMAGO
Metrostation in St. Petersburg.
Sankt Petersburg: Die längste Rolltreppe der Welt Die Rolltreppe führt in die pompöse Metrostation Admiralteiskaya. Die Station liegt, wie auch alle anderen Metrostationen in Sankt Petersburg, mehr als hundert Meter unter der Erde. Die Stationen und Tunnel der Metro sind gewissermaßen als strategische Objekte angelegt worden - sie sollten der Bevölkerung Zuflucht bieten bei Katastrophen oder im Kriegsfall. Bildrechte: IMAGO
Ein ältere Frau fährt mit einer Rolltreppe zum Ausgang einer Metro-Station in St. Petersburg.
Sankt Petersburg: Die längste Rolltreppe der Welt Die längste Rolltreppe der Welt bewegt sich auch recht zügig - lediglich vier Minuten benötigt die Rolltreppe für eine Fahrt in die Tiefe und wieder heraus ans Licht. Bildrechte: dpa
Metro Station Arsenalnaya in Kiew.
Kiew: Tiefstgelegene U-Bahnstation der Welt Die tiefstgelegene U-Bahnstation der Welt ist die Arsenalna-Metro-Station in Kiew. Sie liegt unterhalb des Arsenal-Platzes, anderthalb Kilometer vom Maidan entfernt. Der Arsenal-Platz liegt auf einer Anhöhe über dem Dnepr und die Station musste deswegen so tief gegraben werden. Bildrechte: imago stock&people
Rolltreppe einer Kiewer Metrostation. 2003
Kiew: Tiefstgelegene U-Bahnstation der Welt 105 Meter tief liegt die Arsenalna-Metro-Station unter der Erde. Die Station ist über zwei Rolltreppen zu erreichen. Die erste führt in ein Zwischengeschoss... Bildrechte: IMAGO
Metro Station Arsenalna, Kyiv (Kiev).
Kiew: Tiefstgelegene U-Bahnstation der Welt Die zweite Rolltreppe führt dann direkt in die Arsenalna-Station. Knapp sechs Minuten benötigen die beiden Rolltreppen insgesamt für die Fahrt. Bildrechte: imago/ZUMA Press
Metrostation an der Oper in Budapest.
Budapest: Älteste Metro des europäischen Kontinents In der ungarischen Metropole Budapest verkehrt die älteste Metro des europäischen Kontinents, die sogenannte "Millenniums-U-Bahn". 1896 wurde sie in Betrieb genommen und verkehrt zwischen Innenstadt und dem Budapester Stadtwäldchen. Zu erreichen sind die 11 Stationen der nur wenige Meter unter der Erde liegenden "Millenniums-U-Bahn" allerdings ausschließlich über Treppen. Bildrechte: IMAGO
Die Untergrundbahn in Budapest.
Budapest: Älteste Metro des europäischen Kontinents Mittlerweile zählt die betagte U-Bahn zum UNESCO-Kulturerbe. Bildrechte: IMAGO
Budapest, Metro-Rolltreppe.
Budapest: Älteste Metro des europäischen Kontinents Ganz im Gegensatz zur "Millenniums-U-Bahn" führen zu den moderneren Metrostationen Budapests natürlich - Rolltreppen. Bildrechte: IMAGO
Metrostation in Budapest.
Budapest: Futuristische Rolltreppen Futuristische Architektur: Die Metrostation der M4 am Gellerthotel auf der Budaer Seite der Stadt. Die Station mit den scheinbar frei schwebenden Rolltreppen ist 2014 in Betrieb genommen worden. Bildrechte: IMAGO
Metrostation Mayakowskaya, Moskau.
Moskau: Schönste U-Bahnstationen der Welt Die Moskauer Metrostationen gelten als die schönsten der Welt. Es sind wahre Paläste. Stalin-Barock in der Metrostation Majakowskaja... Bildrechte: imago/imagebroker
Art Deco Metro-Station «Slaviansky Bulvar» in Moskau.
Moskau: Schönste U-Bahnstationen der Welt ... oder Art Deco - wie etwa die Station Slaviansky Bulvar. Bildrechte: IMAGO
Metro-Station Komsomolskaya-Koltsevaya
Moskau: Schönste U-Bahnstationen der Welt Die Moskauer Metrostationen liegen knapp hundert Meter unter der Erde. Die Fahrt mit den Rolltreppen dauert etwa fünf Minuten. Bildrechte: IMAGO
Rolltreppe in einer Metrostation in Moskau.
Moskau: Schönste U-Bahnstationen der Welt Eine Besonderheit der Moskauer Rolltreppen: Sie können, je nach Verkehrsaufkommen, die Fahrgäste in die Metro-Stationen oder hinauf ans Tageslicht befördern. Bildrechte: IMAGO
Metro-Station Mustek in Prag.
Prag: Schnellste Rolltreppen weltweit In Prag bewegen sich die Rolltreppen der Metro weltweit am schnellsten. Mit sagenhaften neun Kilometern pro Stunde rauschen die Rolltreppen in die Schächte der Metrostationen und aus ihnen heraus. Und genau das ist das Problem... Bildrechte: IMAGO
Die Prager Metro mit einer langen, in die Tiefe führenden Rolltreppe.
Prag: Schnellste Rolltreppen weltweit Die Prager Rolltreppen überschreiten nämlich die zulässige, von der EU vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit massiv. Die Euronorm EN 115, die den Rolltreppenverkehr in der EU regelt, schreibt nämlich vor, dass eine Rolltreppe sich allerhöchstens mit 2,7 Stundenkilometern bewegen darf. Die Metrobetreiber in Prag rechtfertigen die fortgesetzte Geschwindigkeitsüberschreitung damit, dass der Verkehrsfluss in der Metropole stocken würde, wenn die Rolltreppen langsamer führen.
(Über dieses Thema berichtete der MDR im TV auch in "Metropolen von unten", 06.05.2017, 19.30 Uhr.)
Bildrechte: dpa
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Slowenisch-kroatischer Grenzkonflikt

Wem gehört die Piran-Bucht?

Die Bucht von Piran gilt als paradiesisch schön. Doch auf die Fischer kommen dort schwere Zeiten zu. Seit Jahresbeginn trauen sich viele wegen des Grenzkonflikts nur noch mit Polizeischutz aufs Meer.

Ein Fischer in Serbien
Schlechte Zeiten für die Schiffahrt im slowenisch-kroatischen Grenzgebiet. Seit Jahresbeginn können kroatische Fischer an der nördlichen Adria nur noch mit Polizeischutz aufs Meer. Grund ist ein Grenzstreit zwischen den Nachbarstaaten Slowenien und Kroatien. Bildrechte: IMAGO
Slowenische Bucht Piran
Die Bucht von Piran ist seit mehr als 25 Jahren Zankapfel zwischen Slowenien und Kroatien. Mit 31 Quadratkilometern Fläche ist sie nicht besonders groß, sorgt aber andauernd für diplomatische Verwicklungen, denn der genaue Grenzverlauf in der Bucht ist umstritten. Bildrechte: Michael Mandlik
Blick auf Piran und Küste, Slowenien.
Kroatien beansprucht mindestens die Hälfte der malerischen Adriabucht für sich. Die inzwischen erfolgte Entscheidung des Schiedsgerichts hat die Konfrontation mit dem Nachbarland Slowenien erneut befeuert. Bildrechte: IMAGO
Ein Fischer in Serbien
Schlechte Zeiten für die Schiffahrt im slowenisch-kroatischen Grenzgebiet. Seit Jahresbeginn können kroatische Fischer an der nördlichen Adria nur noch mit Polizeischutz aufs Meer. Grund ist ein Grenzstreit zwischen den Nachbarstaaten Slowenien und Kroatien. Bildrechte: IMAGO
Slowenisches Polizeipatrouillenboot verfolgt kroatisches Polizeipatrouillenboot
Slowenische und kroatische Polizeiboote sind sofort zur Stelle, sobald in den hoheitlich umstrittenen Gewässern jemand auf Fischfang geht. Die slowenische Polizei droht kroatischen Eindringlingen mit saftigen Geldstrafen wegen Verletzung der Staatsgrenze. Die kroatische Polizei wiederum gibt "ihren" Fischern Geleitschutz, um die angedrohte Strafe zu verhindern. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Fischer wirft Netz aus
Viele der kroatischen Fischer befürchten, ihre Einkommensquelle zu verlieren, die sie seit Jahrenzehnten haben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Die slowenische Bucht Piran.
In einem Schiedsurteil vom Dezember 2017 hat Slowenien etwa 80 Prozent der Fläche zugesprochen bekommen. Kroatien weigert sich aber, das anzuerkennen. Bildrechte: Michael Mandlik
Slowenische Bucht Piran
Dabei könnte das Leben in Piran so schön sein. Das Küstenstädtchen gehört zu den touristischen Highlights Sloweniens. Es gilt als einer der schönsten und auch ältesten Küstenorte Sloweniens und wird als das "slowenische Venedig" bezeichnet. Bildrechte: Michael Mandlik
Slowenische Bucht Piran
Das ist im Straßenbild deutlich erkennbar. Die Architektur des Hafenstädchens erinnert an Venedig, was nicht überraschend ist. Denn die Venezianer regierten für mehr als 500 Jahre die Stadt.
(Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL am 12.01.2018)
Bildrechte: Michael Mandlik
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Litauen

Osteuropa

Ein Mönch kämpft gegen Litauens Alkoholproblem

Alkoholismus ist ein riesiges Problem in Litauen. Um den Alkoholkranken zu helfen, hat ein Mönch in den abgeschiedenen Wäldern Pakutas ein Kloster gegründet. Ein aufreibender Kampf gegen die Sucht.

Gebet statt Alkohol. Mönche gegen Litauens Suchtproblem.
In keinem Land der Welt wird so viel Alkohol konsumiert wie in Litauen. 30 Prozent aller Todesfälle sind darauf zurückzuführen. Die Selbstmordrate ist, auch wegen des Alkoholverbrauchs, enorm hoch. Der Franziskanermönch Gediminas hat dem Alkoholismus den Kampf angesagt – und in der Abgeschiedenheit Pakutas, im Westen Litauens, ein Kloster gegründet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gebet statt Alkohol. Mönche gegen Litauens Suchtproblem.
In keinem Land der Welt wird so viel Alkohol konsumiert wie in Litauen. 30 Prozent aller Todesfälle sind darauf zurückzuführen. Die Selbstmordrate ist, auch wegen des Alkoholverbrauchs, enorm hoch. Der Franziskanermönch Gediminas hat dem Alkoholismus den Kampf angesagt – und in der Abgeschiedenheit Pakutas, im Westen Litauens, ein Kloster gegründet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gebet statt Alkohol. Mönche gegen Litauens Suchtproblem.
Vor 22 Jahren hatte Bruder Gediminas eigentlich ganz andere Träume. Er wollte ein Haus für junge Menschen aufbauen, die sich fürs Evangelium interessieren. Doch dann kreuzten zwei Alkoholabhängige bei ihm auf. Seitdem hat er mehr als 500 Menschen aus der Sucht geholfen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gebet statt Alkohol. Mönche gegen Litauens Suchtproblem.
Dazu gehört auch Valentina, die seit fünf Monaten mit zwei weiteren Suchtkranken im Kloster wohnt. Früher hat die Kulturjournalistin Radiobeiträge geschnitten und Theaterabende moderiert. Dabei verdiente sie jedoch so wenig, dass sie Tag und Nacht arbeitete. Irgendwann griff sie regelmäßig zum Alkohol, um überhaupt arbeiten zu können. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gebet statt Alkohol. Mönche gegen Litauens Suchtproblem.
Durch den Alkohol verlor sie ihren Job und fast auch ihre Tochter. Ihre Motivation: Sie darf ihr Enkelkind nur kennenlernen, wenn sie trocken ist. Kochen, Holzhacken, Feuer machen, Schafe treiben, Putzen – die Arbeit im Kloster ist für sie ungewohnt und schwer. Außerdem behindern Machtkämpfe innerhalb der Gruppe den Kampf gegen die Sucht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gebet statt Alkohol. Mönche gegen Litauens Suchtproblem.
Erst wenn die Alkoholkranken den Tiefpunkt ihres Lebens erreicht haben, kann man ihnen überhaupt helfen, meint Bruder Gediminas. Deshalb erhalten nur diejenigen, die es auch wirklich ernst meinen, einen der begehrten Plätze im Kloster. Der Mönch setzt auf Arbeit, Gespräch, Gebet und soziales Miteinander. Die Regeln sind streng: Wer rückfällig wird, fliegt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gebet statt Alkohol. Mönche gegen Litauens Suchtproblem.
Der Franziskanermönch führt ein karges Leben. Auf nur 14 Quadratmetern lebt er in einer einfachen Hütte im Wald. Ohne fließendes Wasser, geheizt wird mit dem Holzofen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gebet statt Alkohol. Mönche gegen Litauens Suchtproblem.
Für viele ist Bruder Gediminas der Retter aus der Krankheit. Doch die Geschichten seiner Schützlinge beschäftigen den Mönch sehr. Am meisten schmerzt es ihn, wenn sich einer von ihnen umbringt. Immer wieder denkt er deshalb übers Aufhören nach. Bei Bruder Paulius, der im benachbarten Kloster in Klaipeda arbeitet, sucht er für kurze Zeit Ablenkung.

(Über dieses Thema berichtete HEUTE IM OSTEN auch im TV: MDR Aktuell | 22.12.2017 | 17:45 Uhr)
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Ukraine

Viele ukrainische Kohlebergwerke sind Todesgruben

Die Kohlebergwerke der Ukraine gehören zu den gefährlichsten der Welt. Mehr als 800 Bergleute sind seit der Unabhängigkeit 1991 ums Leben gekommen. Ein Besuch in der Mine "Torezkaja" im Osten des Landes.

Kohlebergwerk Torezkaja Kaputte Halle, Förderstrecke und Förderturm im Schneetreiben
Die ukrainischen Kohlebergwerke gehören zu den gefährlichsten der Welt. Seit der Unabhängigkeit 1991 sind mehr als 800 Bergleute in den sogenannten Todesgruben ums Leben gekommen. Die meisten Minen gehören dem Staat. (Im Bild: oberirdische Anlagen der Grube "Torezkaja" in der Stadt Torezk im Donbass) Bildrechte: MDR/Roman Schell
Kohlebergwerk Torezkaja Kaputte Halle, Förderstrecke und Förderturm im Schneetreiben
Die ukrainischen Kohlebergwerke gehören zu den gefährlichsten der Welt. Seit der Unabhängigkeit 1991 sind mehr als 800 Bergleute in den sogenannten Todesgruben ums Leben gekommen. Die meisten Minen gehören dem Staat. (Im Bild: oberirdische Anlagen der Grube "Torezkaja" in der Stadt Torezk im Donbass) Bildrechte: MDR/Roman Schell
Tunnel in einem Kohlebergwerk
Die Kohlemine "Torezkaja" gehört zu den ältesten Minen in der Ukraine. Sie wurde 1939 in Betrieb genommen. Bisher verunglückten dort 32 Bergleute tödlich. Eine Modernisierung ist längst überfällig. Doch dafür hat der Eigentümer, der ukrainische Staat, kein Geld. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Tiefenanzeige Schild zeigt in ukrainischer Sprache, dass es 910 Meter bis zur Überfläche sind
910 Meter unter der Erdoberfläche wird noch nach alten Methoden Kohle abgebaut. Technik und Sicherheitssysteme sind extrem veraltet. Hinzu kommt, dass in den Flözen im Donbass Gase stark konzentriert auftreten und die Gefahr von Explosionen hoch ist. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Ein Bergmann mit rotem Helm in der Grube am Telefon
Jeden vierten Tag haben die Männer der "Torezkaja" frei. Sonst ist die Arbeit nicht auszuhalten. Sie können im Monat maximal 300 Euro verdienen. Selbst diesen Hungerlohn zahlt der Staat oft verspätet aus. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Ein Bergmann im Schneetreiben vor einem Förderturm
Die ukrainische Regierung will die unrentablen Minen im Osten langfristig schließen. Zehntausende Bergleute würden ihre Arbeit verlieren. Für die Rechte der Mitarbeiter kämpft seit vier Jahren Pawel Lissjanskij, ein ehemaliger Grubenarbeiter. Er gründete 2014 die NGO "Menschenrechtsgruppe Ostukraine". Regelmäßig besucht er die Kumpel im Schacht.

(Über dieses Thema berichtet HEUTE IM OSTEN auch im TV: MDR Aktuell | 19.01.2018 | 17:45 Uhr.)
Bildrechte: MDR/Roman Schell
Ein Bergmann mit nacktem Oberkörper und Atemmaske bedient enen Presslufthammer und ist von Steinstaub umhüllt
In der "Torezkaja" geht es nicht ohne schwere körperliche Arbeit. Dieser Tunnel zum Beispiel wird mit Presslufthämmern erweitert. Der dabei entstehende Steinstaub bleibt für immer in den Lungen der Bergleute. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Bergleute mit eingeschalteten Helmlampen untertage
Nach sechs Stunden im Schacht geht nichts mehr. Dann ist Feierabend für die jeweilige Schicht. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Bewaffneter und maskierter Soldat
Die Stadt Torezk mit rund 33.000 Einwohnern liegt nur wenige Kilometer von der Frontlinie zu den ostukrainischen Separatisten entfernt. Schwer bewaffnete Soldaten gehören zum alltäglichen Anblick. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Panzer
Die Waffenruhe im Gebiet wird von beiden Seiten immer wieder verletzt. Der Krieg im Osten des Landes setzt der Bergbauindustrie in dem Gebiet mächtig zu. Dutzende Gruben wurden geschlossen oder bei den Kämpfen sogar zerstört. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Ruinen im Schnee
Immer wieder werden auch in Torezk Häuser zerstört. Vor allem junge, gut ausgebildete Menschen verlassen die Region. Dadurch wächst der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften für die Schwerindustrie im Donbass. Bildrechte: MDR/Roman Schell
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Russischer Rapper Pharao
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Jung. Smart. Erfolgreich. Pharaoh rapt Russland!

02:13 min

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