Größter Musikwettbewerb Jamala holt ESC in die Ukraine - 2017 wieder in Kiew

Die ukrainische Sängerin Jamala gewinnt in Stockholm den Eurovision Song Contest
Diese Aufmerksamkeit verdanken Kiew und die Ukraine der Opernsängerin Jamala. Die auf der Krim aufgewachsene und inzwischen in Kiew lebende Künstlerin gewann am 15. Mai 2016 den Eurovision Song Contest (ESC) in Stockholm. Der weltweit größte Musikwettbewerb wird damit zum zweiten Mal in seiner Geschichte in der Ukraine ausgetragen. Bildrechte: IMAGO
Die ukrainische Sängerin Jamala gewinnt in Stockholm den Eurovision Song Contest
Diese Aufmerksamkeit verdanken Kiew und die Ukraine der Opernsängerin Jamala. Die auf der Krim aufgewachsene und inzwischen in Kiew lebende Künstlerin gewann am 15. Mai 2016 den Eurovision Song Contest (ESC) in Stockholm. Der weltweit größte Musikwettbewerb wird damit zum zweiten Mal in seiner Geschichte in der Ukraine ausgetragen. Bildrechte: IMAGO
Ukrainische Sängerin Jamala und ihr Songtitel "1944" - hier bei einem Konzert in Palast in Kiew am 24.05.2016 kurz nachdem sie den Eurovision Song Contest gewonnen hatte.
Jamalas Song - "1944" - rührt an alten Wunden: In jenem Jahr wurden mehr als 180.000 Krimtataren nach Zentralasien deportiert - auf Befehl von Stalin, der die Tataren kollektiv als "Nazi-Kollaborateure" verfolgen ließ, weil sich ein kleiner Teil von ihnen nach der deutschen Besatzung der Krim für die Wehrmacht gemeldet hatte. Mehr als ein Drittel der deportierten Tataren überlebte den Abtransport nicht. Immer wieder betonte Sängerin Jamala, sie habe mit dem Song das persönliche Schicksal ihrer Familie erzählen wollen. Bildrechte: IMAGO
Außenpolitiker und Duma-Abgeordneter Alexej Puschkow
Schon im Vorfeld des ESC im Mai in Stockholm hatten russische Abgeordnete gefordert, Jamala zu disqualifizieren - wegen des politischen Kontextes ihres Beitrages. Politische Songs sind beim Wettbewerb laut Regelwerk verboten. Die ESC-Veranstalter lehnten jedoch ab, den Beitrag aus dem Wettbewerb zu nehmen. Nach dem Sieg der Ukrainerin erklärte der einflussreiche Außenpolitiker und Duma-Abgeordnete Alexej Puschkow, der ESC verwandle sich in ein politisches Schlachtfeld. Bildrechte: IMAGO
Die Sängerin Jamala kommt nach ihrem ESC-Sieg in Kiew auf dem Airport an.
Jubel löste die 32-jährige Sängerin unterdessen in ihrer Heimat Ukraine aus. Fans bedrängten sie bei ihrer Rückkehr auf dem Flughafen von Kiew. Bildrechte: IMAGO
Sängerin Jamala zu Gast bei ihrem ukrainischen Präsidenten Poroschenko
Auch der ukrainische Staatspräsident Petro Poroschenko twitterte : "Alle Ukrainer danken dir von ganzen Herzen, Jamala“. Im Mai ehrte der Staatschef die Sängerin als "Volkskünstlerin der Ukraine" und dankte ihr, dass sie das Krim-Thema wieder auf die Titelseiten der internationalen Presse gebracht habe. Bildrechte: IMAGO
Jamala bei einem Konzert für ukrainische Soldaten
Politisch umworben wurde die Musikerin aber auch von russischer Seite. Ein Mitglied der Verwaltung in Krim forderte Jamala nach ihrem ESC-Sieg auf, die russische Staatsbürgerschaft anzunehmen. Die Sängerin lehnte ab. Sie habe schon die ukrainische, sagte sie. Auf dem Foto gibt Jamala Autogramme am Rande eines Auftritts vor ukrainischen Soldaten am 25. Mai 2016. Bildrechte: IMAGO
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