Osteuropa

Die Entwicklungen in der Ukraine seit den Maidan-Protesten

Demonstration auf dem Maidan gegen die Regierung des Praeseidenten Janukovich, der das Assoziierungsabkommen mit der EU nicht unterzeichnen will, sondern stattdessen die Naehe Russlands sucht
Dezember 2013: Nachdem Präsident Viktor Janukowitsch sich weigert, das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterschreiben, gehen Tausende Ukrainer auf die Straße und demonstrieren gegen ihre Regierung. Die tritt nach blutigen Kämpfen auf dem Maidan in Kiew schließlich zurück. Bildrechte: dpa
Demonstration auf dem Maidan gegen die Regierung des Praeseidenten Janukovich, der das Assoziierungsabkommen mit der EU nicht unterzeichnen will, sondern stattdessen die Naehe Russlands sucht
Dezember 2013: Nachdem Präsident Viktor Janukowitsch sich weigert, das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterschreiben, gehen Tausende Ukrainer auf die Straße und demonstrieren gegen ihre Regierung. Die tritt nach blutigen Kämpfen auf dem Maidan in Kiew schließlich zurück. Bildrechte: dpa
Ukrainische Soldaten
Februar 2014: In der Ost-Ukraine bricht Krieg aus. Bildrechte: dpa
Demonstranten feiern 2014 den Ausgang eines Rferendums zum Anschluss der Krim an Rußland
16. März 2014: Die ukrainische Halbinsel Krim wird nach einem international umstrittenen Referendum russisch. Der Krieg in der Ost-Ukraine wird dadurch angeheizt. Bildrechte: IMAGO
Petro Poroshenko
25. Mai 2014: Der Milliardär Petro Poroschenko wird neuer ukrainischer Präsident. Bildrechte: dpa
Ukrainische Jugendliche
27. Juni 2014: Die EU und die Ukraine unterschreiben schließlich doch das Assoziierungsabkommen, das Viktor Janukowitsch geblockt hatte. Das 1.200 Seite starke Dokument verspricht vor allem mehr Handel zwischen der Ukraine und der EU, sowie Unterstützung beim Reformprozess im Land. Dafür werden viele Milliarden Euro freigegeben. Die EU spricht insgesamt von 12,8 Milliarden Euro, die etwa in die Infrastruktur, in den Aufbau einer Zivilgesellschaft oder die Reform des Justizwesens fließen. Allein für Korruptionsbekämpfung sind 355 Millionen Euro vorgesehen. Die Niederländer verhindern ein Inkrafttreten des gesamten Abkommens allerdings bis heute. Bildrechte: dpa
Wähler nehmen 2014 in einem Wahllokal Wahlzettel in Empfang
26. Oktober 2014: Die Ukrainer wählen ein neues Parlament. Die prowestlichen Parteien erhalten mehr als 70 Prozent der Stimmen. Bildrechte: dpa
 Christine LaGarde
11. März 2015: Der Internationale Währungsfond (IWF) hat sein neues Kredit-Paket in Höhe von 17,5 Milliarden Dollar für die Ukraine beschlossen. Das vom IWF-Direktorium bewilligte Vier-Jahres-Programm werde dabei helfen, die wirtschaftliche Lage in der Ukraine umgehend zu stabilisieren, heißt es in einer Erklärung. Hauptgeldgeber im IWF sind die USA und Deutschland. Bildrechte: dpa
Christos Stylianides und Arsenij Jazenjuk
25. März 2015: Das EU-Parlament bewilligt der Ukraine einen weiteren Kredit über 1,8 Milliarden Euro, der innerhalb von 15 Jahren zurückgezahlt werden soll. Auflagen für den Kredit sind Verbesserungen im Energie- und Finanzsektor, Korruptionsbekämpfung sowie Verwaltungsreformen. Bildrechte: IMAGO
Arsenij Jazenjuk und Jean-Claude Juncker
7. Dezember 2015: Die EU spricht der Ukraine weitere 100 Millionen Euro zu, um die Dezentralisierung voranzutreiben und lokale Regierungen zu stärken. Bildrechte: IMAGO
Petro Poroshenko
1. Januar 2016: Das Freihandelsabkommen mit der EU, ein Teil des Assoziierungsvertrages, tritt in Kraft. Russland verhängt daraufhin für viele ukrainische Lebensmittel ein Embargo. Bildrechte: dpa
Arsenij Jazenjuk 2014
10. April 2016: Premierminister Arsenij Jazeniuk gibt seinen Rücktritt bekannt. Als Begründung führt er das Unvermögen der Politiker an, einen echten Wandel herbeizuführen. Sein Nachfolger wird Wladimir Groisman. Bildrechte: dpa
Internationaler Währungsfond
15. September 2016: Der Internationale Währungsfond gibt eine Milliarde Dollar für die Ukraine frei – obwohl Reformziele verfehlt wurden.  Bildrechte: dpa
Petro Poroshenko spricht 2016 vor dem Parlament
30. Oktober 2016: Ukrainische Abgeordnete und Beamte müssen laut einem neuen Gesetz ihre Einkommensquellen und ihren Besitz offenlegen. Das Gesetz wurde auf Drängen der internationalen Geldgeber verabschiedet. Bildrechte: dpa
Politiker
24. November 2016: In Brüssel findet der 18. EU-Ukraine-Gipfel statt. Die EU-Staaten können sich nicht auf Reisefreiheit für Ukrainer einigen und auch das Assoziierungsabkommen wird nach wie vor von den Niederlanden blockiert. Bildrechte: dpa
Der Maidan-Platz in Kiew
Am 1. September 2017 tritt das Assoziierungsabkommen der EU mit der Ukraine, um dessen Abschluss sich die Proteste auf dem Maidan-Platz entzündet hatten, endgültig in Kraft. Eine Ausstellung auf dem Platz im Herbst 2017 erinnert an das, was die Menschen in der Ukraine in den letzten Jahren durchgemacht haben. (Über dieses Thema berichtet der MDR auch im Fernsehen: MDR Aktuell | 23.11.2018 | 17:45 Uhr) Bildrechte: imago/Ukrinform
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