Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik

Bürger entfernen 1991 die sowjetische Flagge vom Hauptquartier der ukrainischen Kommunistischen Partei
Die Ukraine erklärte 1991 ihre Unabhängigkeit von der Zentralregierung in Moskau. Bildrechte: dpa

Die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik (USSR), 1919 von der Roten Armee ins Leben gerufen, war nach der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR) die mächtigste Unionsrepublik im Gefüge der UdSSR. Sie besaß die zweitstärkste Industrie, galt als Kornkammer des kommunistischen Vielvölkerstaats und verfügte über ungeheure Mengen an Bodenschätzen: Steinkohle, Erdöl, Erdgas und Eisenerz. Die Millionenstädte Charkow, Dnipropetrowsk und Donezk waren überdies bedeutende Zentren der Chemie- und Schwerindustrie in der UdSSR.

Zwei Tragödien haben sich aber vor allem in das kollektive Gedächtnis der Ukrainer eingebrannt: Zum einen der Hungertod von vier bis sieben Millionen Menschen als Folge der Stalinschen Zwangskollektivierung und der brutalen Requirierung von Getreide in der Ukraine 1933. Zum anderen: Der Reaktorunfall von Tschernobyl 1986. Tausende Menschen starben, weite Teile des Landes wurden kontaminiert und mussten aufgegeben werden.  Der geschätzte Schaden der atomaren Katastrophe: 235 Milliarden US-Dollar.

Zuletzt aktualisiert: 11. Februar 2015, 12:46 Uhr