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Heute im Osten

Geschichtsschreibung Im Fokus: Gedenken an die Rettung von Juden in Polen

Nur Fotos sind von der Familie Ulma übrig geblieben: Wiktoria, Jozef und alle ihre Kinder wurden im Zweiten Weltkrieg erschossen, weil sie Juden bei sich versteckt hatten. Heute sind sie in Polen die neuen Helden, für die ein eigenes Museum in Markowa gebaut wurde. Bildrechte: Muzeum Ulmow
Auch Wiktoria und Jozef Ulma gewährten zwei jüdischen Familien Zuflucht, den Goldmans - die auf dem Foto zu sehen sind - und den Szalls. Bildrechte: Muzeum Ulmow
In der Nacht des 24. März 1944 drangen deutsche Gendarmen zusammen mit der polnischen Hilfspolizei, der sogenannten "Blauen Polizei", in das Haus der Ulmas ein. Heute steht an dieser Stelle das "Museum der Familie Ulma". Bildrechte: Muzeum Ulmow
Vor den Augen einiger Dorfbewohner wurden die Ulmas und acht Juden erschossen. Jozef und Wiktoria hatten sechs Kinder. Außerdem war Wiktoria im neunten Monat schwanger. Bildrechte: Muzeum Ulmow
Das Besondere an der tragischen Geschichte: Vater Jozef hat viele Fotos gemacht. Als Hobbyfotograf dokumentierte er das Leben seines Heimatdorfs. Viele seiner Aufnahmen sind gut erhalten. Sie zeigen das tägliche Leben im Dorf, die Ernte auf dem Feld und die Gartenarbeit. Bildrechte: Muzeum Ulmow
Unter den Bildern findet sich auch eins von seinen jüdischen Nachbarn – mit Blut befleckt. Bildrechte: Muzeum Ulmow
Viele der von Jozef Ulma gemachten Fotos sind heute im Museum in Markowa zu sehen, werden aber auch auf Wanderausstellungen gezeigt. Bildrechte: Muzeum Ulmow
Im Museum in Markowa stehen u.a. die Betten der Ulma-Kinder. Bildrechte: Muzeum Ulmow
Wenn es nach der PiS-Partei geht, soll die mutige Haltung der Familie Ulma zum Symbol für die Opferbereitschaft aller Polen werden. Dafür sind in anderen Städten "Filialen" des Museums geplant, etwa nahe des einstigen KZ Auschwitz ein Museum für polnische Fluchthelfer - also Polen, die Juden bei der Flucht aus Konzentrationslagern geholfen haben. Bildrechte: Alicja Malinowski/MDR
Die Ausstellung "Die Samariter aus Markowa" war auch in Leipzig zu sehen. Die Direktorin des "Familie Ulma Museums", Dr. Anna Stroz, kam persönlich: "Statt den Sinn des ihnen gewidmeten Museums in Frage zu stellen, sollte man lieber darüber nachdenken, warum es so spät entstanden ist. Wir wollen keine Denkmäler setzten, dafür aber eine wunderbare menschliche Geschichte erzählen - auf schlichte und minimalistische Art und Weise. Ich finde, das ist auch die richtige Form, um Helden zu würdigen."

(Über dieses Thema berichtet MDR Aktuell auch im TV: 23.03.2018 | 17:45 Uhr)
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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