Bergbau in Rumänien Im Schlamm versunken

Kirche im Schlamm versunken, nur der Turm schaut noch hinaus
Letztes Zeugnis eines versunkenen Dorfes – im rumänischen Apuseni-Gebirge, fast 500 Kilometer nordwestlich von Bukarest liegt ein Tal, das immer weiter mit giftigem Schlamm gefüllt wird. Vom Dorf Geamana, das hier einst lag, schaut nur noch Kirchendach und Turm aus den Schlammmassen heraus. Bildrechte: IMAGO
Kirche im Schlamm versunken, nur der Turm schaut noch hinaus
Letztes Zeugnis eines versunkenen Dorfes – im rumänischen Apuseni-Gebirge, fast 500 Kilometer nordwestlich von Bukarest liegt ein Tal, das immer weiter mit giftigem Schlamm gefüllt wird. Vom Dorf Geamana, das hier einst lag, schaut nur noch Kirchendach und Turm aus den Schlammmassen heraus. Bildrechte: IMAGO
Blick in den Abbaukrater einer Kupfermine
In den 1970er-Jahren entschied der rumänische Staatschef Nicolae Ceausescu, in Nachbarschaft des Dorfes eine Kupfermine zu betreiben. Die Mine enthält das größte Kupfervorkommen Rumäniens und produziert heute mit fast 500 Beschäftigten mehr als 7000 Tonnen Kupfer im Jahr. Bildrechte: Cupru Min, Romania
Blasiger, grauer Schlamm, der bei der Kupfergewinnung entsteht
Für die Kupfergewinnung wird das abgebaute Kupfererz fein gemahlen und die Kupfermineralien in einer Art Schaumbad mit Hilfe von Luft und Zusatzstoffen vom Rest getrennt. Diese Reste werden dann „abgeleitet.“ Bildrechte: Cupru Min, Romania
Riesige Schlammmasse bedeckt ein Tal
Das Tal, in dem das Dorf Geamana lag, wurde auserkoren, die Rückstände aus der Kupfermine Rosia Poieni aufzunehmen. Nach und nach versanken die Häuser im Schlamm. Bildrechte: IMAGO
Schienen und daneben roter Bach, der aus einem Stollen fließt
Das Apuseni-Gebirge, das zu den Karpaten gehört, ist eine von Landwirtschaft geprägte Region, aber auch reich an Bodenschätzen. Neben Kupfer wurden auch Gold und Silber abgebaut. An vielen Stellen rotten Überreste sozialistischen Bergbaus vor sich hin. Bildrechte: dpa
Frau steht vor schlammgefülltem Tal
Einst lebten in Geamana etwa 400 Familien, um die 1000 Menschen. Die meisten sind vor dem ansteigenden Schlammsee geflohen, aber einige wollten bleiben. 130 Hektar ist der giftige See inzwischen groß. Bildrechte: IMAGO
Tal mit rotem Schlamm
Direkt neben der Schlammgrube, die oft durch die Abwässer der Kupfermine orange-rot gefärbt ist, halten die noch verbliebenen Bewohner ihre Tiere, bauen Gemüse an und hoffen, dass die giftigen Fluten nicht bis zu ihren Häusern steigen. Einst wurde ihnen versprochen, dass der Friedhof umgesetzt würde, doch auch die Familiengräber sind inzwischen im Schlamm versunken. Bildrechte: IMAGO
Das im Schlamm versunkene Dorf Geamana in Rumänien
Medienberichten zufolge schätzt das rumänische Umweltministerium die Kosten für die Sanierung der Region auf rund 15 Millionen Dollar. Welche Auswirkungen Millionen Tonnen Giftbrühe auf Grundwasser und Flora und Fauna der Region haben werden, darüber gibt es nur Vermutungen. Die Kupfervorkommen der Mine reichen voraussichtlich noch 20 Jahre.
Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: LexiTV | 13.04.15 | 15:00 Uhr
Bildrechte: dpa
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