Wie Weihnachten gefeiert wird

Der russische Weihnachtsmann Väterchen Frost (Ded Moros) und seine Enkeltochter Snegurotschka (Schnee-Maid) grüßen bei einem Fest in Minsk in Weißrussland die Zuschauer.
Russland Zentrale Figur und Überbringer der Weihnachtsgeschenke war bis zur "Großen Sozialistischen Oktoberrevolution" 1917 der in Russland hoch verehrte Heilige Nikolaus. Nach dem Machtantritt der atheistischen Bolschewiki wurde er und mit ihm gleich das gesamte Weihnachtsfest abgeschafft.
Mitte der 1930er Jahre erschien dann im Zuge der Einführung eines Neujahrsfestes eine weltliche Variante des Nikolaus in Russland – Ded Moros, Väterchen Frost. Er trägt einen mächtigen weißen Bart, einen langen Mantel und kommt mit einem Pferdeschlitten angefahren, auf dem die Gaben liegen. Begleitet wird er von einem blonden Mädchen, das Snegurotschka heißt, Schneeflöckchen.
Bildrechte: dpa
Der russische Weihnachtsmann Väterchen Frost (Ded Moros) und seine Enkeltochter Snegurotschka (Schnee-Maid) grüßen bei einem Fest in Minsk in Weißrussland die Zuschauer.
Russland Zentrale Figur und Überbringer der Weihnachtsgeschenke war bis zur "Großen Sozialistischen Oktoberrevolution" 1917 der in Russland hoch verehrte Heilige Nikolaus. Nach dem Machtantritt der atheistischen Bolschewiki wurde er und mit ihm gleich das gesamte Weihnachtsfest abgeschafft.
Mitte der 1930er Jahre erschien dann im Zuge der Einführung eines Neujahrsfestes eine weltliche Variante des Nikolaus in Russland – Ded Moros, Väterchen Frost. Er trägt einen mächtigen weißen Bart, einen langen Mantel und kommt mit einem Pferdeschlitten angefahren, auf dem die Gaben liegen. Begleitet wird er von einem blonden Mädchen, das Snegurotschka heißt, Schneeflöckchen.
Bildrechte: dpa
Traditionelle Prozession der christlich orthodoxen Kirche während der Feierlichkeiten zum Weihnachtsfest in Tiflis, Georgien
Georgien In Georgien ist in den vergangenen Jahren ein uralter Weihnachtsbrauch, der in der Ära des Sozialismus nicht gepflegt werden durfte und beinahe in Vergessenheit geraten war, wieder aufgenommen worden – der "Alilo". Am 7. Januar, dem Tag, an dem im orthodoxen Georgien das Weihnachtsfest gefeiert wird, ziehen Gläubige und Priester in Prozessionen durch die Straßen der Städte und Dörfer. Sie singen kirchliche Lieder, halten Ikonen, Kreuze und Fahnen in den Händen und teilen sich wechselseitig die "Frohe Botschaft" von der Geburt Jesu mit. Bildrechte: imago/Russian Look
Weihnachtsmesse in einer Moskauer orthodoxen Kirche
Russland Das Neujahrs- oder Weihnachtsfest fällt, da die russisch–orthodoxe Kirche den Julianischen Kalender verwendet, stets auf den 7. Januar. Die Gläubigen versammeln sich am Vorabend zu langen Gottesdiensten in den Kirchen und beschließen den Tag mit einem Festessen. Bildrechte: imago/ITAR-TASS
Drei alte, weißrussische Frauen feiern mit viel Essen auf dem Tisch Weihnachten
Belarus 40 Tage dauert die Fastenzeit der orthodoxen Christen vor dem Weihnachtsfest. In dieser Zeit ist der Verzehr von tierischen Produkten verboten. Am 6. Januar, dem Heiligen Abend, darf gar nichts gegessen werden, bis am Abendhimmel der erste Stern erscheint. Die Gläubigen pilgern nun zur mehrstündigen Weihnachtsmesse in die Kirchen, anschließend findet das traditionelle Weihnachtsessen statt. Die ganze Familie kommt an der reich gedeckten Tafel zusammen, Freunde, Bekannte und Nachbar sind eingeladen. Es gibt Fisch, Obst, Gemüse und Mehlspeisen. In vielen Familien ist es sogar Brauch, zwölf Gänge zu servieren. Bildrechte: imago/ITAR-TASS
Weihnachtsmann-Kostümlauf in Belgrad (Serbien) (Archivbild 26.12.2010)
Serbien Weihnachten wird im postkommunistischen Serbien ausschweifende vier Wochen lang gefeiert. Der christlich-orthodoxe Feiermonat beginnt am 19. Dezember mit einem Brauch, bei welchem jede serbische Familie ihren eigenen Heiligen feiert. "Slava des Heiligen Nikolaus" heißt dieses Fest, das mit üppigen Gelagen in großer Runde begangen wird. Am 31. Dezember ist für die Kinder der Nikolaustag, an den sich zwei Neujahrsfeiertage anschließen. Bildrechte: imago/Xinhua
Menschen bei einer traditionellen Weihnachtszeremonie in Serbien
Serbien Am 6. Januar beginnen schließlich die eigentlichen Feiern zu Christi Geburt. Die Gläubigen versammeln sich abends in den Kirchen und später um große Feuer herum, die in den Kirchenhöfen entzündet werden. Am nächsten Tag werden die Weihnachtsfeierlichkeiten im Kreise der Familien fortgeführt. Nach einer kleinen Erholungspause wird am 14. Januar das neue Jahr endgültig eingeläutet. Eine Woche später findet der Feiermonat mit dem "Fest des Heiligen Slawa" sein Ende. Bildrechte: imago/Xinhua
Weihnachtsmesse in Malaia, Rumänien
Rumänien Weihnachten in der Kirche? Bis 1989 in Rumänien undenkbar. Die kommunistischen Herrscher wollten das Weihnachtsfest als christlichen Brauch aus dem kollektiven Gedächtnis löschen. Sie ließen an den Feiertagen in den Fabriken arbeiten, Wörter wie Weihnachtsmann wurden aus dem Sprachgebrauch gestrichen. Stattdessen war die Rede vom Frostmann und dem Winterbaum. Doch seit Weihnachten 1989 – seit dem Sturz des Ceausescu-Regimes – gibt die Rumänisch-Orthodoxe Kirche zu Weihnachten wieder den Ton an. Im Vorfeld des Festes erklingen allerorten Weihnachtslieder. Kinder ziehen dafür von Tür zu Tür. Wichtigster Tag beim Fest: der 25. Dezember. Er beginnt in den orthodoxen Kirchen mit einem Gottesdienst. Bildrechte: dpa
Ein Mann in Bukarest trägt ein Ferkel auf seinen Armen
Rumänien Für ihren Weihnachtsschmaus schlachten die Rumänen vielerorts ein Schwein - auf dem Tisch wird es als Wurst, in Krautwickel oder als Sülze gereicht. Das Essen fällt an den Weihnachtsfeiertagen besonders üppig aus, nicht nur weil im Vorfeld gefastet wurde. Vielmehr heißt es in Rumänien, dass in den Tagen zwischen den Jahren (25. Dezember bis 6. Januar) die Seelen der Toten kommen, um mit den Lebenden zu feiern. (Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: Weihnachten in Prag | 24.12.2016 | 19:00 Uhr) Bildrechte: dpa
Alle (8) Bilder anzeigen