Training im Berliner Schmeling Gym.
Bildrechte: imago/Ed Gar

Tipps und Infos Alles übers Boxen

Training im Berliner Schmeling Gym.
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Beim Boxen wird doch nur draufgehauen? Das denken manche, doch tatsächlich braucht man beim Boxen eine Menge Technik und Wissen! Ziel ist es, möglichst viele (saubere) Treffer beim Gegner zu erzielen oder diesen durch einen Knockout (K.O.) außer Gefecht zu setzen. Die Kämpfer sind - zur Vermeidung von schlimmen Verletzungen - mit gepolsterten Handschuhen ausgestattet und müssen fairerweise derselben Gewichtsklasse angehören.

Wann ist ein Boxkampf entschieden?

Ein Boxkampf wird unter der strengen Aufsicht eines Ringrichters über mehrere ein bis drei Minuten dauernde Runden ausgetragen. Er ist entschieden, wenn ein Gegner vom Ringrichter als unfähig erachtet wird, den Kampf fortzuführen (das ist das K.O.), eine schwerwiegende Regelverletzung vorliegt (z.B. ein Kopfstoß oder verbotenen Schläge unterhalb der Gürtelline), ein Boxer aufgibt oder die reguläre Rundenzahl abgelaufen ist und die Punktrichter entscheiden, wer der Sieger ist.

In einem Boxkampf sind nur Schläge erlaubt, die mit der geschlossenen Faust ausgeführt werden. Jegliche Benutzung eines anderen Körperteils (beispielsweise des Fußes, der Innenhand etc.) wird nicht als Zähler anerkannt und wird vom Ringrichter als Foul gewertet und führt zur Ermahnung, zu Punktabzügen oder im schlimmsten Fall zur Disqualifikation. Ein regulärer Schlag ist dann ausgeführt, wenn der Treffer auf der Vorderseite des Kopfes, des Halses, des gesamten Oberkörpers bis zur Gürtellinie am Bauchnabel oder auf den Armen landet. Ihr merkt schon: Boxen ist kein wildes "Drauflosschlagen", sondern technisch und taktisch höchst anspruchsvoll. Und trotzdessen muss man blaue Flecken oder gar blaue Augen dann doch mit "einplanen"...

Amateur oder Profi?

Es wird grundsätzlich zwischen Amateur- und Profiboxen unterschieden. Amateurboxen ist u.a. bei den Olympischen Spielen vertreten und besitzt eine eigene Weltmeisterschaft. Das Tragen eines Kopfschutzes, Zahnschutzes, Tiefschutzes (Männer), Brustschutzes (Frauen) und eines ärmellosen Oberteils ist bei Amateurboxkämpfen Pflicht (nicht so bei den Profis!). Die Amateure sind in nichtkommerziellen Vereinen organisiert. Beim Profiboxen geht es - kurz gesagt - ausschließlich um das Geld. Hier gibt es kommerzielle Boxverbände, die mehrere (Berufs-/Profi-)Boxer unter Vertrag haben und mit möglichst spektakulären Kämpfen, in denen es um viel Preisgeld (teilweise in Millionenhöhe) geht, ihr Geld verdienen.

Zuletzt aktualisiert: 20. September 2017, 14:58 Uhr