Tipps und Infos Alles übers Trampolin

Das Trampolin kennt heutzutage eigentlich jedes Kind. Es ist ein Sportgerät zur Sprungunterstützung, sprich es hilft einem, richtig schön hoch zu springen. Früher gab es das übrigens nur im Zirkus, aber auch nicht als eigenständige "Attraktion". Es war einfach das Sicherheits-Fangnetz der Hochartisten, also wenn diese bei ihren Kunststücken abgestürzt wären, landeten sie auf einer Art Trampolin. Aber genau dieses wurde eben auch zum Abschluss der Darbietungen genutzt - da ließen sich die Artisten ins Netz fallen und zeigten dort so nebenbei noch einige Salti zur Unterhaltung der Zuschauer. Weil das den Zuschauern immer sehr gefiel, kam man auf die Idee, dieses zu einer eigenständigen Nummer auszubauen und stellte zu diesem Zweck spezielle Geräte her.

Die erste "Wurfmaschine" wird erfunden

In Deutschland baute Albrecht Hurtmanns 1951 in Süchteln eine erste abenteuerliche "Wurfmaschine". Ein Gestell aus Eisenrohren, das Tuch aus Rollladengurten vernäht und mit Fahrradschläuchen gespannt, diente es in seinem Verein ASV Süchteln als Sprunggerät. Als dann die schon richtig professionellen amerikanischen Geräte 1958 zum Deutschen Turnfest in München vorgestellt wurden, dauerte es nicht mehr lange und es gab die 1. Welttitelkämpfe in London. Und 1997 beschloss das Internationale Olympische Komitee in Lausanne schließlich die Aufnahme der Trampolin-Einzelkonkurrenzen in das offizielle Programm der Olympischen Spiele 2000 in Sydney.

Die Sprünge sind bis zu 9 Meter hoch!

Das Wettkampf-Trampolin, auch Batude genannt, ist natürlich deutlich größer und stabiler als ein normales Freizeit-Trampolin bei uns im Garten. Die heutigen Hochleistungsgeräte haben ein ganz spezielles Netz, welches an bis zu 118 Stahlfedern aufgehängt ist. Die Sprungfläche ist rechteckig und doppelt so lang wie breit. Ihre Größe variiert zwischen zirka 1,80 x 3,60 m und 2,15 x 4,30 m. Auf solchen speziellen Trampolinen können die Springer ohne große Kraftanstrengung sehr große Höhen zu erreichen (bis zu 9 Meter sind keine Seltenheit).

So gibt's Punkte:

Eine Wettkampf-Übung auf dem Trampolin umfasst 10 Sprünge, was 10 Tuchberührungen entspricht. Erlaubt sind Landungen auf beiden Füßen, im Sitzen (Sitzlandung), auf dem Rücken (Rückenlandung) oder auf dem Bauch (Bauchlandung). Der letzte Sprung einer Übung muss aber immer in den Stand geturnt werden. Eine gute Übung zeichnet sich zum einen durch eine sichere korrekte Ausführung und gestreckte Körperglieder aus, bewertet als Haltung, zum anderen durch eine hohe Schwierigkeit. Übungen werden einzeln oder in einem Synchronwettkampf zu zweit auf nebeneinander stehenden Trampolinen geturnt. Die Schwierigkeit eines Sprunges wird - ähnlich wie beim Bodenturnen oder Wasserspringen - durch die Anzahl der Rotationen um die Körper-Längsachse (Schrauben) und die Körper-Querachse (Salto) bestimmt und ergibt die meisten Punkte.

Zuletzt aktualisiert: 20. September 2017, 14:57 Uhr