Tipps und Infos Alles über Skispringen

Beim Skispringen kommt man dem Traum vom Fliegen wenigstens für ein paar Sekunden sehr nah. Denn nach dem Absprung von einer steilen Schanze fliegen die Skispringer ohne Flügel oder Schirm, nur mit ihren ziemlich großen Skiern an den Füßen, durch die Luft. Je weiter, desto besser...

Richard Freitag
Der gehockte Anlauf von der Schanze. Bildrechte: IMAGO

Skispringen ist ursprünglich eine Wintersportart, wird aber zum Training mittlerweile auch auf speziellen Matten ausgeübt. Zumal es besonders in unseren Gefilden immer weniger Schnee gibt... Doch ob Winter oder Sommer, die Skispringer selbst müssen immer ihre speziellen Anzüge anhaben und natürlich auch die Sprungski. Diese sind sehr breit und lang - so bilden sie eine gute Fläche und die Luft kann die Springer für kurze Zeit "tragen". Es versteht sich von selbst, dass die Springer einen Helm tragen, denn Stürze gibt es doch öfter. Hauptsächlich liegt das an den ständig wechselnden Windverhältnissen, denn sobald eine Böe oder eine Art Luftloch kommt, hat der Springer es sehr schwer.

Richard Freitag (GER)
Ein Skispringer im Moment des Absprungs vom Schanzentisch. Bildrechte: IMAGO

Das Skispringen findet auf so genannten Sprungschanzen statt. Diese bestehen aus einem Anlauf und einem Auslauf. Im Anlauf gleitet der Skispringer in einer eisigen und daher sehr schnellen Rinne bergab. Dabei geht er in die Hocke, damit er dem Wind wenig Widerstand liefert und am Ende des Anlaufes, am sogenannten Schanzentisch aus dieser Hocke kraftvoll abspringen kann.

In der Luft formt er die Ski zum einem "V" (an den Fersen zusammen, vorn weit auseinander), beugt den Oberkörper weit nach vorn und versucht, möglichst ruhig zu fliegen. Fehler beim Absprung (zu spät oder zu früh) oder kleine Schwierigkeiten mit der Balance in der Luft verkürzen sofort die Weite. Die Landung auf dem harten eisigen Hang ist ebenfalls extrem schwierig, hier passieren auch die meisten Stürze.

Weltrekord: 253,5 Meter!

Der Sprung wird von den Punktrichtern anschließend mit einer bestimmten Punktzahl bewertet. Es gibt Punkte für die Weite, für die Körperhaltung und Bonuspunkte für den Wind. Da gibt es dann Zusatzpunkte für schlechten Wind und Punktabzug für besonders guten Wind. Das soll alles gerechter machen, da der Wind innerhalb eines Wettkampfes sehr schnell wechseln kann.

Es gibt verschiedene Arten von Skisprungschanzen. Schanzen, auf denen etwa 100 Meter weit gesprungen werden kann, heißen Normalschanzen. Auf Großschanzen geht es über 140 Meter. Beim Skifliegen sind die Schanzen besonders groß, dort wird über 200 Meter gesprungen. Den Weltrekord hält der Österreicher Stefan Kraft mit 253,5 Metern!

Zuletzt aktualisiert: 03. Oktober 2018, 14:07 Uhr