Synchronschwimmerinnen
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Tipps und Infos Alles über Synchronschwimmen

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Der Begriff Synchronschwimmen ist etwas irreführend, denn geschwommen wird dabei tatsächlich sehr wenig. Vielmehr geht es hier darum in einer ganz bestimmten Reihenfolge und passend zur Musik verschiedene Figuren im Wasser zu zeigen - und all das synchron zur Musik und im Teamwettbewerb auch synchron mit den Teamkollegen.

Ballett im Wasser

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So ein bisschen sieht Synchronschwimmen aus wie Ballett im Wasser. Die Frauen tragen besonders schicke und mit Glitzer bestickte Badeanzüge, sind auffällig geschminkt und haben mit Gelatine angeklebte (!) Hochsteckfrisuren ("Dutt"), damit die Frisur auch unter Wasser gut hält. So würde keine Schwimmerin ins Wasser gehen, daher passt der frühere Begriff "Figurenlegen" eigentlich besser.

Damals legten die "Schwimmer" mit gestreckt auf dem Wasser liegenden Körpern geometrische Figuren und Ornamente. Die Musik diente lediglich der Untermalung. Etwas später wurde aus dem "Figurenlegen" das "Kunstschwimmen". Schon wieder ein anderer Name für die gleiche Sache könnte man meinen, aber mit jeder Namensänderung veränderte sich auch der Sport. Das Kunstschwimmen war - wie der Name verrät - kunstfertiger als das reine Figurenlegen, es wurde mehr getaucht und die Übungen waren deutlich schwieriger.

Höchstleistungen trotz Luftnot

Mittlerweile sind die Übungen noch anspruchsvoller, es wird mehr gedreht und geschraubt - aber weiterhin auch viel getaucht. Das heißt für das Synchronschwimmen musst du wirklich gut die Luft anhalten und dabei noch Höchstleistungen bringen können. Die Experten sagen, Synchronschwimmer sind alles in einer Person: Bodenturner, Taucher, Tänzer, Eiskunstläufer, Wasserballspieler! Und bei allem, was sie tun, haben sie nie festen Boden unter den Füßen!

Übrigens, wer denkt, das ist natürlich nur was für Mädchen, der irrt! Ursprünglich war Synchronschwimmen ein reiner Männersport, ehe die Frauen übernahmen und die Männer fast komplett verdrängten. Auch bei den Olympischen Spielen sind nur Frauen zugelassen, was die männlichen Synchronschwimmer natürlich total ungerecht finden und seit Jahren für eine Olympia-Teilnahme kämpfen (bisher erfolglos).

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2018, 14:39 Uhr