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Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

exakt aktuell | 05.04.2019 Für AfD-Reportage: Exakt-Journalistin erhält Grimme-Preis

Der 55. Grimme-Preis 2019 in der Kategorie "Information & Kultur" geht an die Koproduktion von MDR und NDR "Die Story im Ersten – Am rechten Rand". "Politische Aufklärung auf höchstem Niveau", lautet die Jury-Begründung. Am Freitagabend werden die Preise überreicht.

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"Politische Aufklärung auf höchstem Niveau": Mit dieser Begründung geht ein Grimme-Preis an die MDR/NDR-Dokumentation "Die Story im Ersten - Am rechten Rand" über die AfD und ihre Verbindungen zu radikal rechte Lager. Jana Merkel (MDR) und Michael Richter (NDR) haben für die Reportage recherchiert, wie tief führende AfD-Politiker in rechtsradikale Netzwerke eingebunden sind.

Dabei ist ein Film entstanden, der durch Interviews und Analysen eine parteipolitische Strategie entlarvt, die darauf setzt, rechtsradikale Ideologie durch sprachliche Verschleierung salonfähig zu machen und auf diesem Weg breite, bürgerliche Kreise anzusprechen. Die Reporter zeigen, wie sich die AfD immer weiter für Akteure vom rechten Rand öffnet und wie der rechte "Flügel" der Partei immer stärker an Macht gewinnt. Für diese Arbeit erhalten die beiden Fernsehjournalisten am 5. April den Grimme-Preis 2019 in der Kategorie "Information & Kultur".

Die Begründung der Jury

Für die Jury des Grimme-Preises ist der MDR-Journalistin Jana Merkel und dem NDR-Journalisten Michael Richter "die beste, und das bedeutet: konzentrierteste, informativste und differenzierteste Reportage über die AfD gelungen, die im deutschen Fernsehen bisher zu sehen war. Sie gehen ihrer Leitfrage auf eine angemessen sachliche und nüchterne Weise nach – sogar noch in Situationen, in denen sie selbst von rechtsextremen AfD-Sympathisanten auf eine unsachliche und aggressionsentfesselte Weise attackiert werden."

Nach Ansicht der Grimme-Jury sei das vorbildlich für jeden weiteren Umgang des deutschen Fernsehjournalismus mit diesem Thema. "Jana Merkel und Michael Richter bleiben bei der Sache: Sie decken auf, dass sich selbst AfD-Politiker der ersten Reihe ultrarechte Themen und Meinungen aneignen und mitunter im neuen sprachlichen Gewand präsentieren und dabei ihr Ziel im Blick halten, breite Bevölkerungsteile anzusprechen." Für die Jury des Grimme-Preises 2019 "besticht die Reportage durch einen wohlüberlegten, sowohl analytischen als auch selbstreflektierten Umgang mit Sprache."

Dieses Thema im Programm: Das Erste | "Die Story im Ersten – Am rechten Rand" | 15. Oktober 2018 | 23:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. April 2019, 14:59 Uhr