Schild mit der Aufschrift Ankerzentrum
Bildrechte: imago/Christian Ohde

exakt exklusiv | 15.08.2018 Sachsens Ankerzentrum läuft seit Anfang August im Probebetrieb

Sachsen hat bereits Anfang August sein angekündigtes Ankerzentrum in Betrieb genommen. Der Testlauf findet allerdings nicht am bislang geplanten Standort statt.

Schild mit der Aufschrift Ankerzentrum
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Sachsen hat bereits Anfang August sein angekündigtes Ankerzentrum probeweise in Betrieb genommen. Der Test laufe seit dem 1. August in Dresden, sagt ein Sprecher des sächsischen Innenministeriums dem MDR-Nachrichtenmagazin "exakt". Allerdings ist dieser Probetrieb anders als bisher angekündigt nicht in der Hamburger Straße gestartet. Stattdessen habe man sich für eine kleinere Variante in der Bremer Straße entschieden, erklärt der Sprecher weiter.

Geplant sei, dass es in Dresden zukünftig ein Ankerzentrum an zwei Standorten geben wird. Eines in der Hamburger Straße, das  andere soll am Hammerweg entstehen. Im dort neu gebauten Komplex ging vor kurzem der Prozess um die rechtsextreme Terrorgruppe Freital zu Ende. Demnächst sollen dort Flüchtlinge unterkommen. Der Testlauf am jetzt dritten Standort sei laut Innenministerium als reine Interimslösung gedacht.

Bisher seien das BAMF, das Gesundheitsamt Dresden und die Ausländerbehörde im Probe-Ankerzentrum untergebracht. Das Jobcenter Dresden hat demnach noch keine Angestellten in das Ankerzentrum geschickt. Ankerzentrum steht kurz für: Ankunft - Entscheidung - Rückführung. Alle beteiligten Behörden wie zum Beispiel BAMF, Verwaltungsgericht und sogar Jobcenter sollen unter einem Dach sitzen.

Eigentlich sollte es zwischen dem Bund und den Ländern Verwaltungsvereinbarungen zu den Ankerzentren geben. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums gibt es aber mit keinem Bundesland eine solche Vereinbarung. Auch ein Konzept zu den Ankerzentren hat der Bund bisher nicht vorgelegt.

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2018, 13:32 Uhr