Exakt - Die Story | 16.05.2018 Für und Wider das bedingungslose Grundeinkommen

Ein Mann steht vor eine Stadtkulisse und schaut in die Kamera.
Michael Bohmeyer ist Initiator des Vereins "Mein Grundeinkommen". Er hat ihn vor vier Jahren gegründet und bisher 168 Grundeinkommen verlost. Das BGE zeige die gute Seite des Menschen: "Mich hat am meisten überrascht, dass so viele Menschen für andere Geld geben. Also wir haben 50.000 Menschen, die im Durchschnitt monatlich vier Euro spenden und es damit quasi auch dem Zufall überlassen, wer es dann kriegt. Und ich finde, das ist das, worum's beim Grundeinkommen geht."

Das BGE könne enorme Kräfte freisetzen: "Ich glaube, dass ein Grundeinkommen nicht nur in mir, sondern in allen Menschen enorme Kreativität wecken kann. Und dass die Gesellschaft damit auf allen Ebenen einen großen Schritt vorankommen kann. Aber wissen kann ich es natürlich nicht."
Bildrechte: Studio Klarheit
Ein Mann steht vor eine Stadtkulisse und schaut in die Kamera.
Michael Bohmeyer ist Initiator des Vereins "Mein Grundeinkommen". Er hat ihn vor vier Jahren gegründet und bisher 168 Grundeinkommen verlost. Das BGE zeige die gute Seite des Menschen: "Mich hat am meisten überrascht, dass so viele Menschen für andere Geld geben. Also wir haben 50.000 Menschen, die im Durchschnitt monatlich vier Euro spenden und es damit quasi auch dem Zufall überlassen, wer es dann kriegt. Und ich finde, das ist das, worum's beim Grundeinkommen geht."

Das BGE könne enorme Kräfte freisetzen: "Ich glaube, dass ein Grundeinkommen nicht nur in mir, sondern in allen Menschen enorme Kreativität wecken kann. Und dass die Gesellschaft damit auf allen Ebenen einen großen Schritt vorankommen kann. Aber wissen kann ich es natürlich nicht."
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Ein Mann vor einem Bücheregal gestikuliert mit seinen Händen.
Professor Christoph Butterwegge von der Uni Köln ist Politikwissenschaftler und sieht das bedingungslose Grundeinkommen kritisch. Er ist dagegen, dass jeder, egal welches Einkommen er bekommt, das BGE erhalten sollte und sieht die Verteilungsgerechtigkeit in Gefahr: "Deswegen müsste man eben anders vorgehen. Nach dem Prinzip der Bedarfsgerechtigkeit, demjenigen mehr geben, der viel braucht, weil er wenig hat. Wohingegen der Wohlhabende, der Reiche, der Hyperreiche überhaupt keine Transferleistungen des Staates braucht. Warum soll denn über dem ein Grundeinkommen ausgeschüttet werden? Das vermag ich überhaupt nicht einzusehen." Bildrechte: Studio Klarheit
Eine Frau an einer Eistheke hält einen Löffel und ein Glas mit Eis in den Händen.
Judith Menzel hat 2015 ein BGE gewonnen und damit ihr neueröffnetes Eiscafé über die Winterflaute gebracht. Sie fühlt sich abgesichert: "Gerade ich als Selbständige habe unterschiedliche Einkommen über das Jahr hinweg. Im Winter ist es nicht so viel. Wenn ich Urlaub mache, dann habe ich auch mal gar kein Einkommen. Wenn ich viel arbeite im Sommer, dann habe ich natürlich ein höheres Einkommen. Und das Grundeinkommen gibt einfach eine Sicherheit, die Grundbedürfnisse sind damit abgedeckt." Bildrechte: Studio Klarheit
Ein Mann mit langen Haaren mit Blick zur Kamera.
Philosoph und Publizist Prof. Richard David Precht ist ein großer Befürworter des BGE. Bildrechte: Studio Klarheit
Ein Mann mit Brille und weißen kurzen Haaren in roter Weste spricht in die Kamera.
Markus Schlimbach, DGB-Vorsitzender in Sachsen, ist wie fast alle Gewerkschafter gegen das bedingungslose Grundeinkommen. Skeptisch meint er: "Da ist so ein messianisches Gefühl an Überzeugungen da. Manchmal ist es schön, Menschen so begeistert zu sehen. Aber andererseits habe ich so das Gefühl, die sind ein bisschen wie eine Sekte. Sie glauben daran, dass das wunderbar werden würde und hören gar nicht auf die Befürchtungen, Sorgen." Bildrechte: Studio Klarheit
Ein Mann lächelt in die Kamera.
Sandro Boccoli, Student in Leipzig, gewann das BGE und kann ohne elterliche Unterstützung studieren. Dabei hat er allerdings auch den Neid seiner Kommilitonen kennengelernt. Dankbar sagt er trotzdem: "Dadurch, dass ich es jetzt an meinem eigenen Leib erfahren habe, muss ich sagen, dass ich es natürlich überragend finde. Einfach diese Möglichkeit zu haben, diese finanzielle Stütze zu haben. Ich glaube, dass man das gar nicht so richtig einschätzen kann, wenn man das nicht hat." Bildrechte: Studio Klarheit
Ein Mann und eine Frau mit Mikrofonen in den Händen neben einem "Glücksrad".
Das Bild zeigt eine Verlosung durch den Verein "Mein Grundeinkommen" in Berlin. Bereits 168 Mal wurde das BGE verlost. Bildrechte: Studio Klarheit
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