Schlagabtausch zum Wolf

Der Wolf ist zurück in unseren Wäldern. Die einen sehen das positiv, andere als Bedrohung. Was also tun?

Gregor Beyer vom Verein „Forum Natur Brandenburg" und Friedrich Mülln vom Verein „SOKO Tierschutz"  im Wortduell 5 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Wolf ist zurück in Deutschland. Fast 1.000 Tiere sollen mittlerweile heimisch sein. Verschiedene Aufnahmen zeigen: Das streng geschützte Raubtier scheut nicht den Kontakt zum Menschen. Aber es tötet auch Nutztiere. Betroffene Landwirte können zwar Ausgleichszahlungen beantragen – einen Rechtsanspruch gibt es aber nicht.  Wie also umgehen mit dem Wolf?

Zwei Meinungen, ein Ring. Die Regeln:

Im neuen Format "Face to Face" von MDR exakt werden aktuelle Themen diskutiert. Die Gegner liefern sich einen verbalen Schlagabtausch. Im Boxring stehend, sollen sie schnell auf den Punkt kommen, dürfen und sollen auch ihren Kontrahenten unterbrechen. Das Wichtigste aber ist wie im Sport: Fairness.

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exakt-Reporter Albrecht Radon im Ring mit den beiden Diskutanten Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

 Die Kontrahenten

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Gregor Beyer Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Gregor Beyer war jahrelang im Naturschutzbund Brandenburg tätig. Mit seinem Verein Forum Natur Brandenburg betreibt er Lobbyarbeit für Landwirte und Jäger – und fordert eine Regulierung der Wolfsbestände.

Friedrich Mülln dokumentiert mit seinem Verein SOKO Tierschutz Missstände in der kommerziellen Tierhaltung. Er sagt: Der Mensch habe kein Recht, Tiere zu töten, auch nicht den Wolf.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | exakt | 13. Februar 2019 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2019, 18:41 Uhr

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1 Kommentar

14.02.2019 02:39 D. Seiler 1

Der Herr der Soko Tierschutz war wenig überzeugend. Zuerst der lächerliche Vergleich mit Gefahren durch den Straßenverkehr - wenn's mal so viele Wölfe wie PKW gibt, dann gute Nacht - und dann soll man die Wölfe, die am Kindergarten auftauchen, betäuben - abgesehen davon, dass er die Antwort auf die Frage schuldig blieb, was man denn dann mit den betäubten Wölfen machen soll - er weiß wohl nicht, dass wenige Erzieher eine entsprechende Ausbildung dazu haben. Für einen Betäubungsschuss muss man nun einmal sehr nahe ans Tier heran. Die Nerven muss man auch haben. Gehört noch nicht zum Ausbildungsberuf des Erziehers.
Die genannte Anzahl der weltweit von Wölfen getöteten Menschen halte ich für zu niedrig. Allein in Uttar Pradesh dürften es wie jedes Jahr Dutzende Kinder sein, aus der Türkei erfährt man wenig. Nicht einmal der Bericht über die Flüchtlinge, die in Griechenland von Wölfen angegriffen wurden, kam offiziell in die hiesigen Medien.
Nein, Herr Beyer warnt zu Recht.