Selbstfahrspritze auf einem Feld.
Bildrechte: imago/photothek

Fakt aktuell Glyphosat-Urteil: EU-Behörde muss geheime Studien veröffentlichen

Die EU-Behörde Efsa muss bislang geheim gehaltene Studien herausgeben, die das Krebsrisiko von Glyphosat untersuchen. Die Efsa befürchtete, die Veröffentlichung könne die Geschäftsinteressen der Hersteller Monsanto und Cheminova gefährden.

Selbstfahrspritze auf einem Feld.
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Die EU-Lebensmittelbehörde Efsa muss Krebs-Studien über das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden.

Glyphosat - Unser Dossier zum Thema:

Öffentlichkeitsinteresse überwiegt Geschäftsinteresse

Die Efsa hatte die von den Glyphosatherstellern Monsanto und Cheminova selbst vorgenommenen Untersuchungen bislang unter Verschluss gehalten - mit der Begründung, dass eine Veröffentlichung die Geschäftsinteressen der Hersteller gefährden könnte. Die Richter urteilten nun aber, die Informationen für die Öffentlichkeit seien wichtiger als die Geschäftsinteressen der Hersteller.

Die deutsche Bundesregierung hatte die Efsa 2017 darin unterstützt, die Studien nicht herauszugeben. Mehrere grüne Europaparlamentarier jedoch klagten. Die Efsa hat nun zwei Monate Zeit, um gegen das Urteil vorzugehen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 07. März 2019 | 04:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. März 2019, 14:08 Uhr