Claus-Peter Reisch, Kapitän der Lifeline und andere Personen sitzen in einem Café.
Claus-Peter Reisch, Kapitän der "Lifeline" (Mitte), bespricht sich mit seinen Anwälten. Bildrechte: MDR/Thomas Datt

exakt aktuell | 02.07.2018 "Lifeline"-Kapitän darf Malta vorerst nicht verlassen

Claus-Peter Reisch musste am Montag nach seiner Anhörung seinen Pass abgeben und darf den Inselstaat bis auf Weiteres nicht verlassen. Das Schiff "Lifeline" darf vorerst nicht auslaufen.

Claus-Peter Reisch, Kapitän der Lifeline und andere Personen sitzen in einem Café.
Claus-Peter Reisch, Kapitän der "Lifeline" (Mitte), bespricht sich mit seinen Anwälten. Bildrechte: MDR/Thomas Datt

Der Kapitän des Rettungsschiffes "Lifeline", Claus-Peter Reisch, darf Malta vorerst nicht verlassen. Nach Informationen von MDR-exakt musste der 57-Jährige am Montag nach einer ersten Anhörung vor Gericht in Valletta (Malta) seinen Pass abgeben. Das Verfahren soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Sollte der deutsche Kapitän nicht zum neuen Gerichtstermin erscheinen, droht ein Bußgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Zudem hat das Gericht nach Informationen von MDR-exakt am Montag beschlossen, das Schiff "Lifeline" vorerst unter die Verwaltung der Justiz zu stellen. Bis auf weiteres dürfe das Schiff nicht auslaufen und nur drei Besatzungsmitglieder dürften an Bord, um dort den technischen Betrieb aufrechtzuhalten.

Der Kapitän muss sich für die Rettung von 234 Geflüchteten vor der libyschen Küste rechtfertigen. Malta wirft der Organisation vor, dass das Schiff nicht ordentlich registriert war. Zudem habe der Kapitän die Anweisungen der italienischen Behörden ignoriert, die Rettung der libyschen Küstenwache zu überlassen.

Zuletzt aktualisiert: 04. Juli 2019, 15:22 Uhr