Nach Thügida-Demo in Jena: Juristisches Nachspiel für David Köckert.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Exakt aktuell | 21.11.2016 Nach erneuter Thügida-Demo in Jena: Strafanzeige gegen David Köckert

Nach Thügida-Demo in Jena: Juristisches Nachspiel für David Köckert.
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Wiederholt demonstrierte Thügida an einem historischen Datum mit Bezug zum Nationalsozialismus in Jena. Nach Aufmärschen am 20. April - Hitlers Geburtstag - oder am 17. August – dem Todestag von Rudolf Heß – zog Thügida gemeinsam mit der Gruppe „Wir lieben Sachsen“ am 9. November durch Jena. Exakt berichtete vergangene Woche über den erneuten Aufmarsch – diesmal am Jahrestag der Judenpogrome 1938. Der Veranstalter gab an, die Demonstration zum Tag des Mauerfalls organisiert zu haben.

Der Anmelder der Demonstrationen, David Köckert, hatte zuvor von der Stadt Jena angebotene Ausweichtermine immer wieder konsequent abgelehnt. Die zuständigen Gerichte gestatteten daraufhin mit Verweis auf das Versammlungsrecht die Thügida-Demonstrationen.

Der jüngste Aufmarsch am 9. November durch das Jenaer Damenviertel hat jetzt ein juristisches Nachspiel für David Köckert. Der Oberbürgermeister Albrecht Schröter hat Strafanzeige gegen den Thügida-Anmelder gestellt. Der Grund: Auflagen für die Demo wurden nicht eingehalten. So überstieg die Anzahl der mitgeführten Fackeln die erlaubte Anzahl von einer pro 15 Personen.

exakt hatte auch über andere Verstöße gegen die Auflagen berichtet – zum Beispiel das Mitführen von Reichskriegsfahnen.

Hier können Sie den exakt-Bericht zum Thema noch einmal anschauen:

Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2018, 15:20 Uhr