exakt | 03.04.2019 Tod in Chemnitz – eine Nacht und ihre Folgen

Was geschah am 26. August wirklich? Wer hat Daniel H. erstochen? Gemeinsam mit WDR und NDR rekonstruiert der MDR die Tat: was die rechte Szene aus ihr gemacht hat, und wie es zu den Unruhen kam.

Es war eine folgenschwere Gewalttat - doch was geschah am 26. August wirklich? Seit Mitte März läuft der Prozess um den Tod des Tischlers Daniel H. Er wurde in Chemnitz erstochen, mutmaßlich von Flüchtlingen.

Die Tat führte im August letzten Jahres zu beispiellosen Unruhen in der Stadt. Neonazis zeigten Hitlergrüße, Ausländer wurden verfolgt und angepöbelt, die AfD suchte in einem angeblichen "Trauermarsch" den Schulterschluss mit Rechtsradikalen. Die Debatte um die Unruhen führte zu einer Krise in Berlin, der Chef des Verfassungsschutzes musste gehen.

Einige der Demonstranten des "Trauermarsches" schlossen sich zur mutmaßlichen Terrorgruppe "Revolution Chemnitz" zusammen, sie sitzen in Haft, die Bundesanwaltschaft ermittelt.

Eine Rekonstruktion der Tat und ihrer Folgen

Zum Prozess rekonstruiert der MDR gemeinsam mit NDR und WDR die Tat, was die rechte Szene aus ihr gemacht hat und wie es zu den Unruhen kam. Danach handelt es sich wohl um eine Tat aus nichtigem Anlass, bei der es mutmaßlich um Drogen ging. Die Chemnitzer Hooligan-Gruppe Kaotics rief kurz danach zu einer Demonstration auf unter dem Motto "Ehre Treue Leidenschaft für Verein und Heimatstadt".

Die Polizei wirkte in den folgenden Tagen überfordert. Der mutmaßliche Haupttäter hielt sich noch tagelang in Chemnitz auf, konnte schließlich fliehen.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | exakt | 03. April 2019 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. April 2019, 22:17 Uhr