Die Kühe eines Milchbauern stehen auf der trockenen Weide hinter dem Hof
Bildrechte: dpa

exakt exklusiv | 08.08.2018 Futtermittel aufgrund der Dürre knapp und immer teurer

In Thüringen und Sachsen-Anhalt kommt es aufgrund der wochenlangen Trockenheit zu Engpässen bei Futtermitteln für Tiere. Die Preise sind so teilweise um 30 Prozent gestiegen.

Die Kühe eines Milchbauern stehen auf der trockenen Weide hinter dem Hof
Bildrechte: dpa

In einigen Regionen Thüringens leiden landwirtschaftliche Betriebe unter zunehmender Futtermittelknappheit. "Vor allem in den nördlichen Regionen gibt es erhebliche Engpässe", sagte Axel Horn vom Thüringer Bauernverband gegenüber MDR-exakt.

Außerdem steigen aufgrund der Dürre und der damit verbundenen Ernteausfälle die Preise für Viehfutter erheblich. So hat sich der Preis von Futtergerste zum Vergleichsmonat 2017 von 131,60 Euro pro Tonne auf 170,56 Euro proTonne erhöht. Das bedeutet einen Anstieg von fast 30 Prozent. "Ein Ende ist nicht abzusehen", so der Thüringer Bauernverband.

Betroffen sind auch die Halter von Rindern, Milchvieh, Schafen und Pferde in Sachsen-Anhalt. In den vergangenen Wochen wuchs nicht genug Futter nach. Der Grasschnitt in diesem Jahr sei von schlechter Qualität, so der Bauernverband Sachsen-Anhalt gegenüber MDR-exakt. "Darüber hinaus musste in vielen Regionen auf den zweiten Grasschnitt verzichtet werden, da kein Aufwuchs stattfindet", so Christian Apprecht, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt. "Von dem sonst auch häufig genutzten dritten Grasschnitt ganz zu schweigen."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | exakt | 08. August 2018 | 20:35 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2018, 17:51 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

3 Kommentare

08.08.2018 15:24 Berliner 3

Also wenn der Sommer zu heiß ist gibt es Ernteausfälle, ist der Sommer zu kalt gibt es Ernteausfälle, ist der Sommer zu trocken gibt es Ernteausfälle, ist der Sommer zu nass gibt es Ernteausfälle, kommt der Sommer zu früh gibt es Ernteausfälle, dauert der Winter zu lange gibt es Ernteausfälle.

Und stimmt mal alles und es gibt keine Ernteausfälle, dann gibt es ein Überangebot und die Preise sind zu niedrig.

ES gibt kaum einen Berufsstand, der immer einen Grund sucht, Staatshilfe zu erhalten wie die Bauern.

08.08.2018 15:03 C.T. 2

... und? Wird doch sowieso alles mit Steuergeldern entschädigt.

Diese Bauern braucht kein Land! Daher sollte die Forderung sein: Weg mit Ihnen! Schmeißt die Holländer und korrupten EX LPG Nachfolger raus aus unserem Land!

08.08.2018 14:28 Rainer Klein 1

Warum dürfen Biobetriebe die sonst 2 Jahre Umstellung auf Bio brauchen jetzt konvetionelles Futter sofort verfüttern?Wenn alles Bio wäre wo würde man das Futter hernehmen?