Der Prinz (Pavel Trávnícek, Mitte) umgeben von seinen Untertanen, blickt entzückt der schönen hinetrher, der der Schuh gehört.
Bildrechte: MDR/Degeto

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" auf Schloss Moritzburg

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" wurde im Studio, aber auch an wunderschönen Drehorten in Deutschland und Tschechien gedreht. Doch manche der Orte sind im Film kaum wiederzuerkennen. Wer weiß, vielleicht liegt einer gleich bei Ihnen um die Ecke …

Der Prinz (Pavel Trávnícek, Mitte) umgeben von seinen Untertanen, blickt entzückt der schönen hinetrher, der der Schuh gehört.
Bildrechte: MDR/Degeto

Ein Schloss in der DDR

Die Kulisse für die Burg des Prinzen im Film bildete im Winter 1972/1973 das Schloss Moritzburg etwa 15 Kilometer nordwestlich von Dresden auf einer künstlichen Insel im See. Ehemals als Jagdschloss für die sächsischen Fürsten genutzt, ging Schloss Moritzburg 1945 durch eine Bodenreform in den Besitz des Staates über. Heute ist darin ein Museum untergebracht. Auch die berühmte Treppe, an der Aschenbrödel im Film ihren Schuh verliert, gehört in Wirklichkeit zu Schloss Moritzburg. Sie befindet sich an der Ostseite zum Garten.

Die Rampe an der Gartenseite diente für Filmszenen, in denen in den Hof geritten wurde. Der Eingang, den Aschenbrödel durchschreitet ist, sowohl im Film als auch der Realität der Haupteingang. Mittlerweile ohne Schlagläden aber dafür mit erneuertem Wappenschild und wieder in der Originalfarbe verputzt. Der Dreh auf Schloss Moritzburg hier dauerte damals rund zwei Wochen.

Szenen auch aus dem Filmstudio

Die Innenszenen der Ballnacht wurden in den Babelsberger Filmstudios bei Berlin aufgenommen. Das schmiedeeiserne Tor war aus Sperrholz und auch der parkettartige Fußboden extra für den Film angefertigt worden. Die Musiker auf der Balustrade waren zwar echt, taten aber nur so, als würden sie spielen. Die Gäste wurden hauptsächlich von Deutschen verkörpert, darunter viele Tänzer aus Ostberlin.

Zuhause in Tschechien

Im Film lebt Aschenbrödel zusammen mit ihrer herrischen Stiefmutter und deren Tochter auf einem Gutshof. Bei diesem handelt es sich eigentlich um die Wasserburg Švihov (dt. Schwihau) und Umgebung. Das Set wurde zu diesem Zweck sehr aufwendig bearbeitet, um den Vorstellungen der Produzenten gerecht zu werden. Die abgerundeten Scheunentore wurden durch Holzpaletten zu Spitzbögen umgewandelt, um dem Stil der Renaissance zu entsprechen.

Der Film sollte ursprünglich im Frühling spielen, doch für diesen Zeitraum konnte zwischen der DEFA und dem Filmstudio Barrandov keine Übereinkunft gefunden werden. Somit wurde das Projekt kurzerhand in den Winter verlegt und erlangt seinen unverwechselbaren Zauber, speziell für die Weihnachtszeit.

Zuletzt aktualisiert: 02. Juli 2019, 13:13 Uhr