Maki Namekawa

Porträt der Pianistin Maki Namekawa
Bildrechte: Andreas H. Bitesnich

Maki Namekawa zählt zu den führenden Pianistinnen der heutigen Zeit und hat sich neben dem klassisch-romantischen Repertoire einen besonderen Ruf durch ihr großes Engagement für die Klaviermusik zeitgenössischer Komponisten erworben. Sie konzertiert regelmäßig auf internationalen Podien wie der Suntory Hall Tokio, der Carnegie Hall und dem Lincoln Center New York, der Davies Symphony Hall San Francisco, dem Barbican Center und der Cadogan Hall London, der Cité de la Musique Paris, Concertgebouw Amsterdam, Musikverein Wien, den Salzburger Festspielen, Klangspuren Schwaz, der Ars Electronica Linz, Musik-Biennale Berlin, dem Rheingau Musik Festival, Eclat Festival Stuttgart und dem Klavier-Festival Ruhr.

Maki Namekawa arbeitete u.a. mit dem Concertgebouw Orkest Amsterdam, den Münchner Philharmonikern, Bamberger Symphoniker, der Dresdner Philharmonie, dem Stuttgarter und Münchner Kammerorchester, dem Bruckner Orchester Linz, American Composers Orchestra und Seattle Symphony sowie mit Dirigenten wie Mario Venzago, Howard Griffiths, Kaspar de Roo und Dennis Russell Davies zusammen. Rundfunkaufnahmen entstanden für Radio France, den WDR, BR, SR, HR, beim SWR Stuttgart und Karlsruhe, bei ARVO Klassiek und dem Schweizer Radio.

Porträt der Pianistin Maki Namekawa
Bildrechte: Andreas H. Bitesnich

2013 präsentierte Maki Namekawa erstmals den gesamten Zyklus der Klavieretüden von Philip Glass unter Mitwirkung des Komponisten beim International Arts Festival in Perth. Seitdem war sie mit den Glass-Etüden erfolgreich in Dänemark, Schweden, Finnland, Island, Irland, England, Schottland, Polen, der Slowakei, Deutschland, Mexiko, Brasilien, Japan und den USA zu Gast. 2014 entstand eine Doppel-CD bei Orange Mountain Music, die große Anerkennung der Presse sowie die höchste Punktzahl der Kategorien „Performance“ und „Recording“ des BBC Music Magazine erhielt. 2017 präsentierte Maki Namekawa die Etüden erstmals beim Festival Ars Electronica in Österreich. Im September 2018 folgte dort als weiterer Höhepunkt ihrer engen Zusammenarbeit mit Philip Glass die Uraufführung der Klavierfassung von Philip Glass‘ „Mishima“, die sie jüngst auch auf CD vorlegte und dafür den Pasticcio Preis von Ö1 erhielt. Im Mai 2019 wirkte Maki Namekawa u.a. mit Katia und Marielle Labèque sowie dem Komponisten selbst bei der erfolgreichen Gesamtaufführung der Piano Etudes von Philip Glass in der Pariser Philharmonie mit. Ein weiteres Konzert mit Glass-Etüden folgte im Palau de la Música Catalana in Barcelona.

Im Juli 2019 schloss sich im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr in der Zeche Zollverein in Essen die erfolgreiche Uraufführung von Philip Glass‘ Piano Sonata an, einem Auftragswerk des Klavier-Festivals Ruhr, der Philharmonie de Paris und der Ars Electronica Linz. Nach der österreichischen Erstaufführung im September 2019 beim Ars Electronica Festival folgte mit großem Erfolg die amerikanische im November 2019 in der Morgan Library in New York. Die französische Erstaufführung wird im Mai 2022 in der Philharmonie de Paris stattfinden.

Porträt der Pianistin Maki Namekawa
Bildrechte: Andreas H. Bitesnich

Seit 2005 bildet Maki Namekawa mit Ehemann Dennis Russell Davies ein erfolgreiches Klavierduo, das regelmäßig in Europa und Nordamerika auftritt, u.a. Klavierfestival Ruhr, Radialsystem Berlin, Salzburger Festspiele, Ars Electronica Festival, Lincoln Center Festival, Morgan Library und Roulette in New York City, Philips Collection in Washington, D.C. und Other Minds Festival in Kalifornien. Bedeutende Werke wurden für das Klavierduo Namekawa-Davies geschrieben, darunter Philip Glass' “Four Movements for Two Pianos”, “Chen Yi's "China West Suite” sowie Glass' “Two Movements for Four Pianos“ mit Katia und Marielle Labèque, alle drei Auftragswerke des Klavierfestivals Ruhr. Im Juli 2017 wurden Maki Namekawa, Dennis Russell Davies und Philip Glass mit dem Preis des Klavier-Festivals Ruhr 2017 ausgezeichnet.

Im Juni 2019 wurde auch die Einspielung „Isang Yun: Falling Sunrise“, bei der Maki Namekawa mit dem Bruckner Orchester Linz unter Dennis Russell Davies als Solistin mitwirkt, vom Österreichischen Rundfunk mit dem Pasticcio-Preis ausgezeichnet.

Maki Namekawa studierte an der Kunutachi Musikhochschule in Tokio bei Mikio Ikezawa und bei Henriette Puig-Roget. 1994 gewann sie den Leonid Kreutzer-Preis. Sie setzte ihre Ausbildung 1995 an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe bei Werner Genuit sowie Kaya Han fort und legte das Solistenexamen mit Auszeichnung ab. Anschließend vertiefte sie ihr Studium im klassisch-romantischen Repertoire bei Edith Picht-Axenfeld und György Kurtág, im Bereich der Neuen Musik bei Pierre-Laurent Aimard, bei Stefan Litwin und bei Florent Boffard.

Maki Namekawa im MDR-Konzert

10Jun 20:00 Uhr

14Jun 20:00 Uhr