Ralf Schippmann, Mitglied im MDR-Sinfonieorchester
Ralf Schippmann Bildrechte: MDR/Kaupo Kikkas

Alles Gute, Ralf Schippmann!

23. Mai 2024, 12:20 Uhr

Seit über 40 Jahren ist Ralf Schippmann Mitglied im Rundfunksinfonieorchester Leipzig bzw. dem heutigen MDR-Sinfonieorchester. Im Konzert "Neue Wege" unter der Leitung von Chefdirigent Dennis Russell Davies verabschiedet sich der stellvertretende Solo-Oboist am 26. Mai in den Ruhestand. MDR KLASSIK sagt: Vielen Dank für unzählige wunderbare musikalische Momente!

Ralf Schippmann, Mitglied im MDR-Sinfonieorchester
Ralf Schippmann Bildrechte: MDR/Kaupo Kikkas

Nach über 40-jähriger Zugehörigkeit musiziert der Oboist Ralf Schippmann heute zum letzten Mal in unserem Orchester. Seine musikalische Ausbildung begann er in seiner Heimatstadt Rostock in den Fächern Klavier und Oboe. Eine Eignungsprüfung an der Leipziger Musikhochschule wurde in eine Aufnahmeprüfung umgewandelt – so konnte er bereits mit 17 Jahren hier sein Studium beginnen. Seine Lehrer im Fach Oboe waren die ehemaligen Musiker des MDR-Sinfonieorchesters Jürgen Dietze und Burkhard Glaetzner. Sein erstes Engagement führte ihn 1980 an die Musikalische Komödie Leipzig, seit 1983 ist er in der Funktion des stellvertretenden Solo-Oboisten beim MDR-Sinfonieorchester tätig. 1989/90 wurde er zum Chef des Orchester-Vorstandes gewählt und setzte sich auf vielen Ebenen für den Erhalt unseres Klangkörpers ein. Ralf Schippmanns besonderes Interesse gilt der Kammermusik, so musizierte er u. a. jahrzehntelang mit den »Leipziger Kammersolisten«. Mit seiner Frau, der Flötistin Magdalena Schotte, gründete er vier Kammermusik-Reihen im mitteldeutschen Raum, von denen die Gohliser Bürgerkonzerte mit inzwischen weit mehr als 250 Konzerten auf eine 25-jährige Tradition zurückblicken können. Als Solist bereiste er vor allem mit dem Leipziger Bachorchester unter der Leitung von Prof. Christian Funke Deutschland und den asiatischen Raum. Zwei Oboen-Konzerte wurden ihm gewidmet und auch mit diesem Ensemble uraufgeführt: Das Konzert The Dog In The Window des Allround-Talents Herbert Rosendorfer (1934–2012) und die Lingener Serenade des Gewandhaus-Kontrabassisten Rainhard Leuscher. Nebenbei ist er gern als Arrangeur tätig, so hatte die Oboen-Sonate von Camille Saint-Saëns in seiner Fassung für Streichtrio und Oboe gerade am 31. März 2024 Premiere. Für sein künftiges Leben wünschen wir ihm Gesundheit und weiterhin viel Freude mit der Musik