Benjamin Schmid mit seiner Violine
Bildrechte: Lienbacher

Benjamin Schmid

Benjamin Schmid mit seiner Violine
Bildrechte: Lienbacher

Als einer der versatilsten Geiger seiner Generation arbeitet Benjamin Schmid heute mit herausragenden Orchestern und Dirigenten zusammen und ist besonders für sein immens weitreichendes Repertoire bekannt. Dabei konzentriert er sich neben der konstanten Pflege der großen Werke für Geige und Orchester besonders auf in Wien entstandene Werke. Mozart, Beethoven, Schubert, Berg, Goldmark, Korngold, Kreisler, Schönberg, Webern und Muthspiel nehmen eine zentrale Stellung ein. Gemeinsam mit der Pianistin Ariane Haering widmet er sich in Rezitalprogrammen ganz besonders dem Werk Mozarts und gibt mit ihr seit 2011 verschiedene Sonaten und erstmals publizierte Fragmente für den Henle Verlag heraus. Die große Leidenschaft für den Jazz, die sich schon in frühen Jahren bemerkbar machte, spiegelt sich ebenfalls in Benjamin Schmids Konzertkalender wider.

Höhepunkte der Saison 2018/19 sind ausgedehnte Konzertreisen in Schweden und auf der Iberischen Halbinsel. Als Artist in Residence wird Benjamin Schmid in Porto seinen Mozart-Zyklus gemeinsam mit dem Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música fortsetzen. Außerdem konzertiert er mit dem Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias in Oviedo und dem Orquesta Sinfónica Radio Televisión Española in Madrid. Die Saison abrunden werden Konzerte im Wiener Konzerthaus mit dem ORF Radio-Symphonie Orchester Wien unter der Leitung von Cristian Măcelaru.

Schmid ist regelmäßig mit Orchestern wie dem Königlichen Concertgebouw Orchester, Rotterdam Philharmonic, Gewandhausorchester Leipzig, Tonhalle Orchester Zürich, Toronto Symphony Orchestra, National Symphony Orchestra Washington, Houston Symphony, Naples Philharmonic und Naples Philharmonic Jazz Orchestra, Curtis Institute Orchestra Gulbenkian Orchester Lissabon,Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, Australian und Israel Chamber Orchestras, Finnish Radio Symphony Orchestra, Norwegian Arctic Philharmonic Orchestra, den St. Petersburger Philharmonikern sowie dem Philharmonia Orchestra zu hören. In Asien konzertierte er unter anderem mit dem New Japan Philharmonic, Singapore Symphony sowie beim Hong Kong Festival. Eine besonders intensive künstlerische Zusammenarbeit verbindet Benjamin Schmid mit den Wiener Philharmonikern, mit denen er unter anderem 2004 die Salzburger Festspiele eröffnete. Daneben führte er mit dem Orchester Paganinis Violinkonzert in der Version von Fritz Kreisler unter Leitung von Valery Gergiev auf. Das Konzert wurde in mehr als 60 Ländern im Fernsehen ausgestrahlt und auf dem Label Deutsche Grammophon auf CD und DVD veröffentlicht. Auch kammermusikalisch ist Benjamin Schmid weltweit tätig und gern gesehener Gast auf vielen internationalen Festivals.

Rund 40 CDs hat Schmid inzwischen eingespielt, viele wurden, zum Teil mehrmals, mit dem Deutschen Schallplattenpreis, Echo Klassik Preis, Grammophone Editor’s Choice oder der Strad Selection ausgezeichnet. Ein Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie „Orchestermusik & Konzerte“ wurde ihm für Aufnahmen des Violinkonzerts Ermanno Wolf-Ferraris verliehen, für Ligetis Konzert für Violine und Orchester erhielt er die Auszeichnung „Record of the Month“ der Gramophone Editor’s Choice.

Schon in jungen Jahren gewann der österreichische Geiger mehrere große Wettbewerbe, unter denen der Londoner Carl Flesch Wettbewerb 1992 – in dem er Mozart-Preis, Beethoven-Preis und Publikumspreis zugleich errang – besonders erwähnenswert ist.

Neben seiner Karriere als Solist hat Schmid eine Professur am Mozarteum in Salzburg inne. Er konzertiert auf der „ex Viotti“- Stradivarius aus dem Jahr 1718, die ihm die Oesterreichische Nationalbank als Dauerleihgabe zur Verfügung stellt. Beim ARD-Musikwettbewerb 2017 in München wurde er in die Jury im Fach Violine berufen.

Zuletzt aktualisiert: 29. August 2019, 16:13 Uhr