David Afkham

Dirigent David Afkham im Porträt mit Dirigentenstab
Bildrechte: Gisela Schenker

David Afkham wurde unlängst zum Chefdirigenten und Künstlerischen Direktor von Orquestra y Coro Nacional de España in Madrid ernannt; die Stelle hat er im September 2019 angetreten. Diese Position baut auf seinen Erfolgen als Erster Gastdirigent auf – einer Stelle, die Afkham seit 2014 innehatte. Zahlreiche von der Kritik bejubelte Aufführungen, etwa von Schönbergs Gurreliedern, Bruckners 9. Sinfonie, Berlioz‘ Symphonie Fantastique, Brahms’ Requiem, Haydns Schöpfung, ebenso wie Uraufführungen und halbszenische Produktionen unter anderem von Wagners Der fliegende Holländer, Strauss’ Elektra , Bachs Matthäus-Passion oder Bartóks Herzog Blaubarts Burg haben zu seinem Renommée beigetragen.

Geboren 1983 in Freiburg i. Br. wird David Afkham inzwischen von einer Vielzahl bedeutender Orchester und Opernhäuser eingeladen und gehört zu den gefragtesten deutschen Dirigenten der letzten Jahre. Anstehende Gastdirigate bei Orchestern wie Chicago Symphony, Philadelphia Orchestra, Münchner Philharmoniker, hr-Sinfonieorchester, Swedish Radio Symphony, Orchestra of Accademia Santa Cecilia und NHK Symphony Orchestra sowie seine Debüts bei Pittsburgh Symphony, Minnesota Orchestra und der Dresdner Philharmonie dürften diese Entwicklung weiter befördern.

Porträt des Dirigenten David Afkham
Der deutsche Dirigent David Afkham Bildrechte: Gisela Schenker

Als Operndirigent debütierte David Afkham mit Verdis La Traviata beim Glyndebourne Festival Opera 2014, eine Produktion, mit der er in der Folge auch im gesamten Vereinigten Königreich und Irland zu erleben war. 2017 dirigierte er Ginasteras Bomarzo am Teatro Real in Madrid; der Erfolg führte zu seiner sofortigen Wiedereinladung. Sein deutsches Operndebüt folgte in der Spielzeit 2018/2019 an der Oper Frankfurt mit Humperdincks Hänsel und Gretel, gefolgt vom Fliegenden Holländer in Stuttgart. Die aktuelle Saison eröffnete er mit Dvoráks Rusalka im Theater an der Wien. Seine nächsten Planungen umfassen Wagners Parsifal, Weinbergs The Passenger, Mozarts Così fan tutte und Strauss’ Arabella.

David Afkhams musikalische Ausbildung auf Klavier und Violine begann im Alter von sechs Jahren in seiner Heimatstadt. Bereits mit 15 besuchte er Kurse an der Universität Freiburg und studierte dann Klavier, Musiktheorie und Dirigieren an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar. Er war der erste Empfänger eines Stipendiums aus dem „Bernard Haitink Fund for Young Talent“ und assistierte Maestro Haitink bei einer Vielzahl von Produktionen, unter anderem mit dem Chicago Symphony, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem London Symphony Orchestra. 2008 gewann er den Donatella-Flick-Dirigierpreis in London und erhielt 2010 den „Nestle and Salzburg Festival Young Conductors Award“. Von 2019 bis 2012 war er assistierender Dirigent des Gustav Mahler Jugendorchesters.

Höhepunkte seiner Laufbahn in den vergangenen Jahren waren Gastdirigate beim Boston Symphony Orchestra während der Tanglewood-Festivals 2016 und 2017, beim London Symphony Orchestra, beim Philharmonia Orchestra, beim Concertgebouw Orchestra, bei der Staatskapelle Berlin, beim DSO Berlin, bei der Staatskapelle Dresden, beim Orchestre National de France, beim Gothenburg Symphony, beim Cleveland Orchestra, beim Los Angeles Philharmonic oder beim Mostly Mozart Festival New York, ferner Tourneen mit dem Chamber Orchestra of Europe, der Deutschen Kammerphilharmonie und dem Mahler Chamber Orchestra sowie regelmäßige Auftritte im Wiener Musikverein mit den Wiener Symphonikern und dem Gustav Mahler Jugendorchester.