Dejan Lazić

Pianist Dejan Lazić im Porträt
Bildrechte: Lin Gothoni

Dejan Lazićs erfrischende Interpretationen des Klavierrepertoires machen ihn zu einem der außergewöhnlichsten Künstler seiner Generation. Im Herbst 2017 hat Dejan während einer Tournee mit dem Niederländischen Kammerorchester und Gordan Nikolić Beethovens eigene Bearbeitung seines Violinkonzerts als Klavierkonzert in D-Dur, op. 61a, aufgenommen. Dejans Live-Aufnahme von Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 2 mit dem London Philharmonic Orchestra und Kirill Petrenko wurde mit dem “Echo Klassik” 2009 ausgezeichnet.

Pianist Dejan Lazić im Porträt
Pianist Dejan Lazić Bildrechte: Benjamin Ealovega

Nach Debüts mit der Staatsoper Hannover unter Ivan Repušić und dem Melbourne Symphony Orchestra unter Jukka-Pekka Saraste in der vergangenen Spielzeit wird Dejan Lazić in 2019/2020 mit dem Orquesta y Coro Nacionales de España unter Krzysztof Urbański debütieren. Weitere Höhepunkte stellen seine Wiedereinladungen zum Florida Orchestra, Indianapolis Symphony Orchestra, Mainly Mozart Festival, Orchestra National de Lille und RTV Slovenia Symphony Orchestra dar. Mit dem Australian Chamber Orchestra und Netherlands Chamber Orchestra wird er auf Tournee gehen. Eine Konzertreise mit dem Stuttgarter Kammerorchester durch Südamerika ist für die kommende Saison geplant.

Dejan wird mit Dirigenten wie Michael Francis, Gordan Nikolić, Rossen Milanov, Krzysztof Urbański und Jan Willem de Vriend zusammenarbeiten. Kammerkonzerte und Rezitale führen ihn nach Hongkong und zu Festivals wie der Festival Academy Budapest, dem Menuhin Festival Gstaad, der Schubertiade und dem Storioni Festival in Eindhoven. In dieser Saison sind seine Kammermusikpartner unter anderem Joshua Bell, Sol Gabetta, Andreas Ottensamer und Benjamin Schmid. Dejan Lazić spielt mit Orchestern wie das Atlanta Symphony, Australian Chamber Orchestra, Boston Symphony, Budapest Festival Orchestra, Chicago Symphony, City of Birmingham Symphony Orchestra, Danish National Symphony, Helsinki Philharmonic, Kammerorchester Basel, NDR-Elbphilharmonie Orchester Hamburg, Netherlands Philharmonic, Rotterdam Philharmonic sowie das Swedish Radio Symphony Orchestra. Konzertreisen führen ihn regelmäßig nach Asien, wo er auf einer China-Tournee mit dem Budapest Festival Orchestra und Iván Fischer zu hören war, unter anderem tritt er auch mit dem NHK Symphony, Yomiuri Nippon, Seoul Philharmonic und Hong Kong Philharmonic auf. Mit Dirigenten wie Giovanni Antonini, Iván Fischer, Michael Francis, Andris Nelsons, Thomas Søndergård, Robert Spano, John Storgårds, Krzysztof Urbański, Jan Willem de Vriend und Kazuki Yamada verbindet ihn eine gute und langjährige Zusammenarbeit.

Dejan Lazić ist auch als Komponist aktiv. Sein Arrangement von Brahms’ Violinkonzert für Klavier und Orchester wurde 2009 mit dem Atlanta Symphony Orchestra und Robert Spano uraufgeführt und bei Sikorski veröffentlicht. Sein “Klavierkonzert im Istrischen Stil”, op. 18, hat er seit der Uraufführung beim Aspen Music Festival in 2014 mehrmals gespielt. Im April 2017 wurde seine Tondichtung, “Mozart und Salieri” (inspiriert durch Alexander Puschkin), op. 21, durch das Indianapolis Symphony Orchestra unter der Leitung von Krzysztof Urbański, uraufgeführt. Lazićs Kadenzen zu Beethovens Klavierkonzerten Nr. 1 – 4 und Haydns Klavierkonzerten Nr. 4 & 11 wurden ebenfalls veröffentlicht, seine jüngste Mozart-Bearbeitung, “Rondo Concertante” für Klavier und Orchester (nach dem 3. Satz aus der Klaviersonate in B-Dur, KV 333) erlebte die Uraufführung im Juni 2018 beim “Mainly Mozart” Festival in San Diego, USA. Mit vier Kollegen komponierte Lazić das Werk “Der Forellenteich”, das im Oktober 2018 uraufgeführt wurde. Derzeit arbeitet Lazić an seiner “Chinesischen Fantasie” für Violine und Orchester, op. 22. Sein “S.C.H.E.rzo” für Orchester, op. 25, vom Indianapolis Symphony Orchestra in Auftrag gegeben, wird von ebendem (unter der Leitung von Krzysztof Urbański) am 17. Januar 2020 uraufgeführt.

Dejan Lazić wurde in Zagreb, Kroatien, in eine Musiker-Familie geboren. Er wuchs in Salzburg auf, wo er am Mozarteum (Klarinette, Klavier und Komposition) studierte. Die frühe Begegnung mit Zoltán Kocsis und Imre Rohmann beim Bartók Festival in Ungarn war ausschlaggebend für seinen künstlerischen Werdegang, außerdem erhielt er dort wichtige Impulse von Peter Eötvös. Heute lebt Dejan Lazić in Amsterdam.