Jörg Widmann, Dirigent/Klarinettist
Bildrechte: Marco Borggreve

Jörg Widmann

Jörg Widmann, Dirigent/Klarinettist
Bildrechte: Marco Borggreve

Jörg Widmann gehört zu den aufregendsten und vielseitigsten Künstlern seiner Generation. Solistische Auftritte führen ihn in dieser Saison zu Orchestern wie dem National Symphony Orchestra Taiwan, der NDR Radiophilharmonie Hannover unter Andrew Manze und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk unter der Leitung von Susanna Mälkki.

Als Artist in Residence beim National Symphony Orchestra Taiwan ist Jörg Widmann als Klarinettist mit Mozarts Klarinettenkonzert und als Dirigent in einem play/direct programm und als Komponist zu erleben. Beim Orchestre de Paris ist sein Werk ebenfalls in der kommenden Saison im Fokus.

Tournee mit Hagen Quartett

Künstler wie Sir András Schiff, Daniel Barenboim, Elisabeth Leonskaja, Mitsuko Uchida und das Hagen Quartett gehören zu seinen regelmäßigen Kammermusikpartnern. In der Saison 2018/19 führt eine Tournee das Hagen Quartett und Jörg Widmann nach Freiburg, Hamburg, in New Yorks Carnegie Hall und Baltimores Shriver Hall. In Trio Rezitals mit Tabea Zimmermann und Dénes Vàrjon wird Jörg Widmann in München und Budapest konzertieren. Im Februar gibt Jörg Widmann die Uraufführung von Peter Eötvös Joyce für Klarinette und Streichquartett am Centro Nacional de Difusión in Madrid.

Seine Tätigkeiten als Dirigent erweitert Jörg Widmann stetig. So ist er in der Saison 2018/19 unter anderem mit Orchestra della Svizzera Italiana, dem Boulez-Ensemble Berlin und der Kammerakademie Potsdam zu erleben. Im Frühjahr 2019 dirigiert er die Junge Deutsche Philarmonie auf deren Tournee, mit dem Irish Chamber Orchestra, dessen Chefdirigent er ist, ist er auf Tournee durch Südamerika, mit Konzerten in Buenos Aires, Sao Paulo und Rio de Janeiro.

Konzerte mit bedeutenden internationalen Orchestern

Im August 2018 dirigierte er die Uraufführung seines zweiten Violinkonzertes mit dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und Carolin Widmann in Tokyos Suntory Hall, ein Werk das in dieser Spielzeit auch beim Orchestre de Paris und dem Swedish Radio Symphony Orchestra auf dem Programm steht.

Ausgebildet von Gerd Starke in München und Charles Neidich an der Juilliard School New York war der Klarinettist Jörg Widmann 16 Jahre lang selbst Professor für Klarinette an der Freiburger Musikhochschule, davon sieben Jahre auch als Professor für Komposition.

Er war regelmäßig zu Gast bei bedeutenden internationalen Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, Orchestre National de France, Tonhalle-Orchester Zürich, National Symphony Orchestra Washington, Orchestre symphonique de Montréal, National Symphony Orchestra Taiwan, Netherlands Philharmonic Orchestra und Toronto Symophony Orchestra und konzertiert mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Kent Nagano, Christoph Eschenbach und Christoph von Dohnanyi.

Zahlreiche Preise

Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2015 brachte er das neue Klarinettenkonzert über von Mark Andre zur Uraufführung. Mehrere Klarinettenkonzerte sind ihm gewidmet und durch ihm uraufgeführt worden, unter anderem etwa die Musik für Klarinette und Orchester von Wolfgang Rihm (1999) und Cantus von Aribert Reimann (2006).

Komposition studierte Jörg Widmann bei Kay Westermann, Wilfried Hiller, Hans Werner Henze und Wolfgang Rihm. Sein Schaffen wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem renommierten, nur alle zwei Jahre verliehenen Stoeger Prize der New Yorker Chamber Music Society of Lincoln Center (2009). 2001 erhielt Jörg Widmann den Hindemith-Preis des Landes Schleswig-Holstein, 2004 den Schönberg-Preis des Arnold Schönberg Centers Wien, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und DeutschlandRadio Berlin, 2006 erhielt er den Kompositionspreis des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg für die bemerkenswerteste Uraufführung der Donaueschinger Musiktage sowie den Claudio-Abbado-Kompositionspreis der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker.

Besondere Verbindung von Pierre Boulez

Dirigenten wie Daniel Barenboim, Daniel Harding, Kent Nagano, Christian Thielemann, Mariss Jansons, Valery Gergiev, Andris Nelsons und Simon Rattle bringen seine Musik regelmäßig zur Aufführung. Orchester wie die Wiener und die Berliner Philharmoniker, das New York Philharmonic, Orchestre de Paris, BBC Symphony Orchestra und viele andere haben seine Musik uraufgeführt und regelmäßig in ihrem Konzertrepertoire.

Eine besondere Verbindung verband Jörg Widmann mit Pierre Boulez, der im Januar 2007 sein Stück Armonica mit den Wiener Philharmonikern in Salzburg aus der Taufe hob und mit dem er eng an dessen Dialogue de l’ombre double arbeitete, das er zu Boulez 85. Geburtstag in Paris zur Aufführung brachte.

Mit dem Cleveland Orchestra und dessen Chefdirigenten Franz Welser-Möst verbindet ihn seit seiner zweijähringen Residenz als composer in residence eine besondere künstlerische Zusammenarbeit. 2014 war sein für das Orchester geschriebene Flûte en suite das zentrale Werk auf der Europatournee des Cleveland Orchestra, in der Berliner Philharmonie widmete das Orchester seiner Musik einen ganzen Konzertabend. Unter der Leitung von Kent Nagano und unter Mitwirkung namhafter Sänger eröffnete die Uraufführung seiner Oper Babylon die Spielzeit 2012/13 an der Bayerischen Staatsoper München. Die Alte Oper Frankfurt widmete ihm in derselben Saison ihr Komponistenportrait „Auftakt“.

Widmann lehrt Komposition

2009 wurde zum 20-jährigen Jubiläum der Pariser Opéra Bastille das Musiktheater Am Anfang von Anselm Kiefer und Jörg Widmann uraufgeführt. Widmann agierte hier als Komponist, Klarinettist und gab sein Debut als Dirigent.

Jörg Widmann war Residenzkünstler zahlreicher Orchester und Festivals wie den Lucerne Festival, den Salzburger Festspipelen, bei den Bamberger Symphonikern und in der Saison 2015/16 als „creative chair“ des Tonhalle-Orchesters Zürich. Das Konzerthaus Wien, die Alte Oper Frankfurt und die Kölner Philharmonie widmeten Widmann in den vergangenen Jahren Komponistenportraits – in der Carnegie Hall New York stand seine Musik unter dem Motto „Making Music: Jörg Widmann“ für eine Spielzeit im Fokus. Unter Kent Nagano brachte das Philharmonische Staatsorchester Hamburg im Januar 2017 Widmanns Oratorium ARCHE im Rahmen des Eröffnungswochenendes der Elbphilharmonie Hamburg zur Uraufführung. In der Saison 2017/18 war Jörg Widmann der erste Gewandhauskomponist in der Geschichte Leipzigs.

Seit 2017 bekleidet Widmann einen Lehrstuhl für Komposition an der Barenboim-Said Akademie Berlin. Er war Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin und ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Freien Akademie der Künste Hamburg (2007) und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (2016), von der er 2018 mit dem Robert Schumann Preis für Dichtung und Musik ausgezeichnet wurde. Im Dezember 2018 wurde Jörg Widmann mit dem bayerischen Maximiliansorden geehrt.

Jörg Widmann im MDR-Konzert

Jörg Widmann, Dirigent/Klarinettist
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Konzertsaison 2019/2020 - Zauber der Musik in Suhl

Con Brio

Sa, 29.02.2020 17:00 Uhr

Suhl, Congress Centrum

Konzert
Dirigent und Klarinettist Jörg Widmann
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Konzertsaison 2019/2020 - Matinéekonzerte

Con Brio

So, 01.03.2020 11:00 Uhr

Leipzig, Gewandhaus

Konzert

Zuletzt aktualisiert: 10. April 2019, 08:02 Uhr