Thomas Hampson

Bariton Thomas Hampson im weißen Hemd und blauen Sakko
Bildrechte: Marshall Light Studio

Der US-amerikanische Bariton Thomas Hampson ist einer der facettenreichsten und innovativsten Künstler unserer Zeit, der durch seine beeindruckenden künstlerischen Fähigkeiten und seine Arbeit in der Kultur und Musikvermittlung internationalen Ruhm erlangte. Sein Opernrepertoire umfasst mehr als 80 Rollen, mit denen er an den weltweit bedeutendsten Opernhäusern gastiert. Als gefragter Konzert- und Liedsänger ist Hampson regelmäßig auf den führenden internationalen Konzertbühnen zu Gast. Mehr als 170 Aufnahmen beweisen seine außergewöhnliche stilistische Spannweite; einige erhielten renommierte Preise wie den Grammy Award, den Edison Award und den Grand Prix du Disque.

Zu den Höhepunkten dieser Saison zählen die Rückkehr an die Wiener Staatsoper als Giorgio Germont in Verdis „La Traviata“ und an das Teatro alla Scala für ein Rollendebüt als Altair in Strauss‘ „Die ägyptische Helena“. Am Opernhaus Zürich ist er Jan Vermeer in der Weltpremiere von Stefan Wirths „Girl with a Pearl Earring“, basierend auf dem Roman der amerikanischen Autorin Tracy Chevalier über die berühmte Porträtstudie von Johannes Vermeer.

Bariton Thomas Hampson im Porträt
Bariton Thomas Hampson Bildrechte: Jimmy Donelan

Mit dem Pianisten Jan Lisiecki und dem Verbier Festival Chamber Orchestra gibt er sein Debüt bei dem neu gegründeten Tsinandali Festival. Des Weiteren kehrt er in der Saison 2019/20 mit dem Orchester Wiener Akademie mit einem Schubert-Programm ans Brucknerhaus Linz und zum Musikverein Wien zurück. Mit Beethovens Liederzyklus „An die ferne Geliebte“ konzertiert er mit der Amsterdam Sinfonietta auf Tournee in Europa und Moskau und steht mit der Sopranistin Angel Blue für ein Konzert im Royal Opera House Muscat auf der Bühne.

Schuberts „Winterreise“ im Pierre Boulez Saal bildet den Auftakt für die „Schubertwoche“ an der Barenboim-Said-Akademie, die er wiederholt kuratiert. Gemeinsam mit seinem langjährigen Klavierpartner Wolfram Rieger ist er diese Saison mit einem Liederabend sowie einem Meisterkurs in der Wigmore Hall in London zu hören.

Darüber hinaus ist er mit seinem Schwiegersohn, dem Bassbariton Luca Pisaroni, mit „No Tenors Allowed” in Provo, Utah und am Teatro Colón in Buenos Aires zu erleben. Auch sein Projekt „Song of America: Beyond Liberty“, in dem Hampson die amerikanische Kulturgeschichte durch klassische Lieder, Geschichten, persönliche Anekdoten und historische Monologe feiert, wird in dieser Saison mit Auftritten in Tucson und Seattle sowie beim Napa Valley Festival fortgesetzt.

In 2018/19 feierte Hampson sein Debüt an der Canadian Opera Company in der Titelpartie der Uraufführung von Rufus Wainwrights „Hadrian“ und sang erstmals an der Houston Grand Opera als der berühmte Librettist Lorenzo da Ponte in der Uraufführung von Tarik O’Regans „The Phoenix“. Anlässlich des 100. Jahrestages des Ende des Ersten Weltkriegs trat er in der vergangenen Saison mit Benjamin Brittens „War Requiem“ gemeinsam mit den Wiener Symphonikern auf. Desweiteren war er auf Tournee mit dem Israel Philharmonic Orchestra, unter der Leitung von Vasily Petrenko, sowie mit dem Gewandhausorchester Leipzig und Andris Nelsons in Japan. Hampson folgte Wiedereinladungen zum Chicago Symphony Orchestra, zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München und zum Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.

Mit renommierten Gesangspartnerinnen war Hampson überdies bei verschiedenen Galaabenden zu erleben. Mit Angela Gheorghiu gastierte er in Tokio, mit Nadine Sierra in Baden-Baden, mit Kristine Opolais in Leipzig und mit Elena Mosuc war er beim Ljubljana Festival zu hören. Mit Goulda Schultz kehrte er unter der Leitung von Kirill Petrenko zum Sommer Open Air der Bayerischen Staatsoper „Oper für alle“ zurück.

Hampson ist Honorarprofessor an der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg und Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Neben mehreren Ehrendoktorwürden trägt er den Titel Kammersänger der Wiener Staatsoper und wurde in Frankreich zum Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt. 2017 erhielten Thomas Hampson und Wolfram Rieger die Hugo-Wolf-Medaille der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie. Hampson ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter der Lied Akademie Heidelberg. Als engagierter Förderer des Kunstlieds gründete der Bariton 2003 die Hampsong Foundation, um interkulturellen Austausch zu pflegen und voranzutreiben.