Andreas Hartmann, Mitglied im MDR-Sinfonieorchester
Bildrechte: MDR/Andreas Lander

Auftakt zum Beethoven-Jubiläumsjahr mit Kammermusik

Das Beethoven-Jubiläumsjahr läuten die Musiker des MDR-Sinfonieorchesters kammermusikalisch ein: Am 10. Januar erklingt 19 Uhr Beethovens Septett Es-Dur op. 20 und anschließend das 2. Streichquintett G-Dur op. 111 von Brahms im MDR-Studio am Augustusplatz.

Andreas Hartmann, Mitglied im MDR-Sinfonieorchester
Bildrechte: MDR/Andreas Lander

Zu Beethovens Lebzeiten war das Septett Es-Dur op. 20 sein populärstes Werk und so beliebt, dass es bald in einer Fülle von Bearbeitungen vorlag. Beim Kammerkonzert im MDR-Studio am Augustusplatz erklingt das Original in der Besetzung von Violine, Viola, Cello und Kontrabass ergänzt um Klarinette, Horn und Fagott. Zwar wirkt das einfallsreiche Werke mit seinen sechs Sätzen heiter und leicht wie ein Divertimento, doch ist es mit seiner Siebenstimmigkeit bereits sehr sinfonisch konzipiert und weist stark in Richtung einer Kammersinfonie.

Wenn Brahms gewusst hätte, wie häufig er mit Beethoven in einem Atemzug genannt wird und Seite an Seite mit ihm auf dem Konzertprogramm steht! Ausgerechnet er, der Beethoven immer wieder „wie einen Riesen hinter sich hermarschieren“ spürte und zwischenzeitlich beinahe gelähmt war aus Angst vor dem Vergleich mit dem übermächtigen Vorbild. Dass er im Sommer 1890 mit diesen Selbstzweifeln nicht mehr zu kämpfen hatte, beweist sein Streichquintett G-Dur op. 111, von dem sich selbst der berüchtigte Wiener Kritiker Eduard Hanslick begeistert zeigte: „Das neue Werk ist von jener süßen, klaren Reife, welche nur die Vereinigung vollendeter Meisterschaft und ungeschwächter Erfindung hervorbringt.“

Als „sein letztes Werk“ hatte Brahms das 1890 komponierte Streichquintett voreilig seinem Verleger Simrock angekündigt, da er das Gefühl hatte, nun alles gesagt zu haben. Doch ganz vorbei war es mit dem Komponieren dann doch noch nicht, denn es entstand bis zu seinem Tod 1897 noch eine gute Zahl Kammermusikwerke.

Es musizieren Mitglieder des MDR-Sinfonieorchesters:       
Andreas Hartmann (Violine)
Dmitri Stambulski (Violine)
Adam Markowski (Violine)
Kathrin Körber (Viola)
Susanne Raßbach (Violoncello)
Christopher Beuchert (Kontrabass)
Alexander Roske (Klarinette)
Tino Bölk (Horn)
Axel Andrae (Fagott)

Zuletzt aktualisiert: 22. November 2019, 17:10 Uhr