Florian Donderer beim Violinspiel
Bildrechte: Giorgia Bertazzi

Kammersymphonie Leipzig eröffnet die "MDR-Kammerkonzerte"

Anlässlich der Eröffnung der Reihe „MDR-Kammerkonzerte“ am 13.9. hat sich die Kammersymphonie Leipzig mit Florian Donderer einen erfahrenen Konzertmeister mit kammermusikalischem Gespür eingeladen. Er interpretiert das Violinkonzert des Beethoven-Schülers Ferdinand Ries und leitet das Konzert von der Violine aus. Auf dem Programm stehen auch Werke Strawinskys und Schuberts, die das aus MDR-Musikern bestehende Ensemble im MDR-Studio am Augustusplatz um 19 Uhr präsentiert.

Florian Donderer beim Violinspiel
Bildrechte: Giorgia Bertazzi

Als Konzertmeister und Violinsolist gastiert der vielseitige Kammermusiker und Dirigent Florian Donderer bei der Kammersymphonie Leipzig, die aus Mitgliedern des MDR-Sinfonieorchesters besteht. Gemeinsam eröffnen sie die Reihe „MDR-Kammerkonzert“, in der MDR-Musikerinnen und -Musiker an acht Freitagen der Saison 2019/20 Kammermusik vom Duo bis zum Kammerorchester präsentieren. Am 13. September beginnt die Konzertreihe mit einem breit gespannten musikalischen Programm:

Zunächst erklingt Igor Strawinskys (1882 – 1971) neoklassizistisches Concerto in E-flat („Dumbarton Oaks“), ein dreisätziges Kammerkonzert, das stark von Bachs Brandenburgischen Konzerten inspiriert ist. Das Werk komponierte der in die USA emigrierte Strawinsky 1937/38 als Auftragswerk zum 30. Hochzeitstag von Robert Woods Bliss und Mildred Barnes Bliss, nach deren Anwesen „Dumbarton Oaks“ das Werk auch benannt ist.

Einen Blick auf das 2020 bevorstehende Beethoven-Jubiläum wirft die Kammersymphonie Leipzig bereits mit einem Zeitgenossen und engen Vertrauten Beethovens. Auf dem Programm steht das Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 24 von Ferdinand Ries (1784 – 1838), in dem Florian Donderer den Solopart übernimmt. Das Werk ist das 1810 in Bonn komponierte einzige Violinkonzert des Beethoven-Schülers, der einige Jahre auch als Notenkopist und Sekretär für Beethoven in Wien arbeitete. Zu Ruhm kam der Komponist und Pianist Ries später als Direktor der Londoner Philharmonic Society.

Die 5. Sinfonie B-Dur D 485 von Franz Schubert (1797 – 1828), der das Werk im Alter von 19 Jahren komponierte, beschließt den Konzertabend. Mit einer noch recht kleinen Orchesterbesetzung findet Schubert hier 1816 schon seine eigene sinfonische Klangsprache.

Florian Donderer ist langjähriger Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Primarius des Signum Quartetts. Er arbeitete als Dirigent oder Konzertmeister mit Ensembles wie den Lucerne Festival Strings, dem Scottish Chamber Orchestra oder der Camerata Bern zusammen. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Christian Tetzlaff, Steven Isserlis und Lars Vogt. Gemeinsam mit seiner Frau Tanja Tetzlaff leitet Florian Donderer eine Kammermusikreihe im Sendesaal Bremen.

Florian Donderer im Interview

Florian Donderer 1 min
Bildrechte: Giorgia Bertazzi
Gruppenbild der Kammersymphonie Leipzig 1 min
Bildrechte: MDR/Andreas Lander
Die Mitglieder der Kammersymphonie Leipzig in Festkleidung in einem Festsaal
Kammersymphonie Leipzig Bildrechte: Kammersymphonie Leipzig

Die Kammersymphonie Leipzig wurde im Jahr 2007 von Mitgliedern des MDR-Sinfonieorchesters gegründet und setzt die jahrzehntelange Tradition des Leipziger Rundfunk-Kammerorchesters fort. Bis auf wenige Ausnahmen tritt die Kammersymphonie Leipzig dabei ohne Dirigent auf und wird vom Konzertmeister als „Primus inter pares" geleitet.

Zuletzt aktualisiert: 12. September 2019, 16:33 Uhr