Die Mitglieder der Kammersymphonie Leipzig in Festkleidung in einem Festsaal
Bildrechte: Kammersymphonie Leipzig

Virtuoser Vivaldi mit Flötist Christian Sprenger und der Kammersymphonie Leipzig

Dass man Vivaldis virtuose Violinkonzerte, etwa aus den „Vier Jahreszeiten“, auch auf der Flöte interpretieren kann, zeigt MDR-Soloflötist Christian Sprenger am 24. Mai um 19 Uhr im MDR-Studio am Augustusplatz. Beim Konzert mit der Kammersymphonie Leipzig, die an diesem Abend von Katharina Sprenger geleitet wird, stehen außerdem Werke von Ottorino Respighi und Hugo Wolf auf dem Programm.

Die Mitglieder der Kammersymphonie Leipzig in Festkleidung in einem Festsaal
Bildrechte: Kammersymphonie Leipzig

Die vier Jahreszeiten sind eines der bekanntesten Werke Antonio Vivaldis. Jedem der vier Violinkonzerte stellte der Komponist ein eigenes Gedicht voran, mit dem er auf die tonmalerische Musik einstimmen wollte. Wohl gerade weil die Musik die Besonderheiten jeder Jahreszeit so eindringlich hörbar macht, hat sie in ihrer fast 300-jährigen Geschichte nichts an Bekanntheit eingebüßt.

Bei diesem Kammerkonzert widmen sich die Musiker der Kammersymphonie Leipzig, bestehend aus Mitgliedern des MDR-Sinfonieorchesters, den Jahreszeiten „Frühling“ und „Sommer“. MDR-Soloflötist Christian Sprenger übernimmt dabei den virtuosen Solopart, den Vivaldi der Violine zugedacht hat. Ob lebhaftes Vogelzwitschern, ermattende  Sommerschwüle oder ein Hitzegewitter, in dem sich die Spannung entlädt: Der Komponist gestaltet seine Konzerte mit wohldosierten Effekten.  

Christian Sprenger, Flöte
MDR-Soloflötist Christian Sprenger Bildrechte: MDR/Andreas Lander

Flötist Christian Sprenger interpretiert zudem mit Vivaldis Concerto A-Dur RV 552 ein weiteres Violinkonzert, das seinen Beinamen „L’ecco“ den Echoeffekten verdankt, für die Violinistin Katharina Sprenger an der zweiten Solostimme sorgt. Sie leitet an diesem Abend auch das Ensemble.

Der österreichische Komponist Hugo Wolf ist vor allem für seine Kunstlieder bekannt. Er richtete seinen Blick aber auch über die Alpen und schuf unter anderem die Italienische Serenade. Sie knüpft in ihrem heiteren, südlichen Tonfall an die Serenadentradition Haydns und Mozarts an und ist als witzig-geistreiche Streichquartettkomposition bekannt, existiert aber auch in einer Bearbeitung für Streichorchester.

Katharina Sprenger, Mitglied im MDR-Sinfonieorchester
Katharina Sprenger leitet das Konzert von der Violine aus Bildrechte: MDR/Andreas Lander

Einen Rahmen erhält die musikalische Italienreise der Kammersymphonie Leipzig durch das Concerto armonico Nr. 1 von Unico Wilhelm van Wassenaer und Antiche danze ed arie per liuto (3. Suite) von Ottorino Respighi. Dieser bearbeitete eine Sammlung von Lauten-Tabulaturen aus dem 16. und 17. Jahrhundert und schuf daraus zu Beginn des 20. Jahrhunderts drei neoklassizistische Suiten.

Die Kammersymphonie Leipzig wurde im Jahr 2007 von Mitgliedern des MDR-Sinfonieorchesters gegründet und setzt die jahrzehntelange Tradition des Leipziger Rundfunk-Kammerorchesters fort. Bis auf wenige Ausnahmen tritt die Kammersymphonie Leipzig dabei ohne Dirigent auf und wird vom Konzertmeister als „Primus inter pares" geleitet.

Zuletzt aktualisiert: 29. Mai 2019, 16:16 Uhr