Kristjan Järvi am Pult des MDR-Sinfonieorchesters

Mit Werken von Sibelius und Rimski-Korsakow bringt Dirigent Kristjan Järvi frischen „Nordwind“, so der Titel des Abends, nach Suhl. Auf dem Programm stehen am Samstag, 4. April um 17 Uhr neben Sibelius‘ Tondichtung „Luonnotar“ und seiner 2. Sinfonie auch ausgewählte Opernarien von Rimski-Korsakow, die die junge estnische Sopranistin Elina Nechayeva gemeinsam mit dem MDR-Sinfonieorchester interpretiert.

Dirigent Kristjan Järvi
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Zum dritten Konzert der Reihe „Zauber der Musik“ in Suhl kehrt Kristjan Järvi ans Pult des MDR-Sinfonieorchesters zurück, das er zuletzt im Herbst letzten Jahres auf der großen Japan-Tournee dirigiert hat.

Diesmal bringt er zwei Werke Jean Sibelius‘ mit nach Suhl, darunter die beliebteste und meistgespielte von dessen Sinfonien, die Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43 mit ihrem hymnisch endenden Schlusssatz. Als weiteres Werk des finnischen Komponisten erklingt in diesem Konzert das mystische, kosmische Luonnotar, eine Tondichtung für Sopran und Orchester, die eine Art finnischen Schöpfungsmythos zum Thema hat. Dabei berichtet Sopranistin Elina Nechayeva nicht in einer durchgehenden Handlung davon, wie die Welt erschaffen wurde, sondern in einer Reihe einzelner Eindrücke. Inhaltlich stützt sich Sibelius dabei auf die Kalevala-Verse, das große Epos finnischer Mythologie.

Sopranistin Elina Nechayeva im Porträt
Sopranistin Elina Nechayeva Bildrechte: Laura Nestor

Der zweite Komponist des Abends ist Nikolai Rimski-Korsakow, dessen lebhaft-dramatischer Tanz der Gaukler aus der Oper „Schneeflöckchen“ das Konzert eröffnet. Zudem stehen ausgewählte Opernarien aus seinem Schaffen auf dem Programm, das insgesamt 15 Opern umfasst, die oftmals szenische Märchen darstellen. Als Solistin ist die estnische Koloratursopranistin Elina Nechayeva zu erleben, die in Tallin Gesang studierte und 2015 Mitglied am LTL Opernstudio am Teatro del Giglio in Lucca wurde. Nach dem Gewinn des estnischen Vorausscheids „Eesti Laul“ vertrat sie anschließend ihr Land beim Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon mit dem Crossover-Song „La Forza“.

Kristjan Järvi bleibt dem MDR-Sinfonieorchester auch nach seinem Abschied als Chefdirigent 2018 eng verbunden und hat das Orchester zuletzt in den acht Konzerten der Japan-Tournee im Herbst 2019 dirigiert. Der US-Amerikaner estnischer Herkunft steht für innovative Ideen und führt in seinen Konzerten Musik und Künstler verschiedener Genres zusammen. Neue Konzertformate entwickelt er als Gründer und Chefdirigent des New Yorker „Absolute Ensemble“ sowie des noch jungen Klangkörpers „Baltic Sea Philharmonic“.

Weitere Informationen über Komponisten, Werke und Künstler erhalten Sie bei der Konzerteinführung um 16.15 Uhr im Kaluga-Saal.

Dieses Konzert im MDR-Programm: MDR KULTUR und MDR KLASSIK senden das Konzertprogramm vom Gewandhauskonzert am 5.4. um 19.30 Uhr live in ihren Programmen.

Zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2020, 15:06 Uhr