Pianist Louis Lortie im Porträt
Bildrechte: EliasPhotography

Pianist Louis Lortie beim MDR-Sinfonieorchester

Mit Chopins virtuosem 1. Klavierkonzert e-Moll gastiert der international gefragte frankokanadische Pianist Louis Lortie beim MDR Sinfonieorchester. In dem Konzert am 13. Oktober im Gewandhaus dirigiert der charismatische Brite Alexander Shelley zudem Brahms‘ 1. Sinfonie sowie „Verwandlung I“ von Wolfgang Rihm, einem der bekanntesten Komponisten der Gegenwart. MDR KULTUR und MDR KLASSIK übertragen diesen „Zauber der Musik“ live um 19.30 Uhr.

Pianist Louis Lortie im Porträt
Bildrechte: EliasPhotography

Dirigent Alexander Shelley ist beim MDR-Sinfonieorchester kein Unbekannter mehr, leitete er doch in der letzten Spielzeit bereits zwei Konzertprojekte. Mit Louis Lortie steht ihm diesmal ein Klavierstar zur Seite, der an den Tasten stets abseits eingefahrener Hörgewohnheiten und Chopin-Klischees agiert.

Das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-Moll schrieb Chopin 1830 im Alter von 20 Jahren. Vorbild war zu dieser Zeit noch die Form des wirkungsvollen Virtuosenkonzerts, das den Solisten mit pianistischer Brillanz punkten lässt und dem Orchester nur Begleitfunktion zugesteht. Ob lyrische Poesie im Mittelsatz oder ein mitreißendes Rondo nach dem Vorbild polnischer Krakowiak-Melodien – Chopin zieht hier alle Register der Kunst.

Der französisch-kanadische Pianist Louis Lortie gehört seit über drei Jahrzehnten zu den international gefragten Solisten. Mit seinem breit gefächerten Repertoire konzertiert er regelmäßig bei Orchestern in Europa, den USA, Kanada und Asien. In Rezitals ist er in dieser Saison mit Liszts „Années de Pèlerinage“ unterwegs.

Brahms hatte bereits viele sinfonische Anläufe unternommen, bevor er seine 1876 fertiggestellte Sinfonie Nr. 1 c-Moll zur Uraufführung brachte. Knapp 15 Jahre rang er angesichts des für viele Komponisten übermächtigen Vorbilds Beethovens um seinen Sinfonie-Erstling. Entstanden ist ein dunkles und ernstes Werk, durchzogen von kunstvoll verarbeiteten musikalischen Gedanken, das für die Tiefe seiner Empfindung geschätzt wird. 

Ebenfalls ein erstes Werk von mehreren ist Wolfgang Rihms (geb. 1952) Verwandlung I, das 2002 entstand. In der dreiteiligen, frei tonalen Komposition tauchen Motive und Klangwelten des ersten Teils am Ende noch einmal modifiziert, quasi verwandelt, auf. Rihm, einer der erfolgreichsten Komponisten der Gegenwart, widmete das Orchesterwerk dem befreundeten Komponisten Wilhelm Killmayer.

Porträt des Dirigenten Alexander Shelley
Dirigent Alexander Shelley Bildrechte: Alexander Shelley

Der britische Dirigent Alexander Shelley folgt einer Wiedereinladung der MDR-Ensembles, mit denen er bereits in der letzten Spielzeit zwei Konzertprojekte realisierte. Shelley ist Leiter des kanadischen National Arts Centre Orchestra und Ständiger Erster Gastdirigent des London Royal Philharmonic Orchestra. Neben seiner Konzerttätigkeit mit renommierten Orchestern der ganzen Welt legt er einen besonderen Schwerpunkt auf die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Von 2009 bis 2017 war er Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker.

Konzerteinführung: Weitere Informationen über Komponisten, Werke und Künstler des Abends erhalten Sie bei der Konzerteinführung um 18.45 Uhr im Schumann-Eck des Gewandhauses.

Dieses Konzert im MDR-Programm: MDR KULTUR und MDR KLASSIK senden das Konzert am 13. Oktober 2019 live um 19.30 Uhr.

Zuletzt aktualisiert: 26. September 2019, 11:02 Uhr