Markus Poschner (Dirigent)
Bildrechte: Foto Kerschi

Markus Poschner

Markus Poschner (Dirigent)
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Der Münchner Dirigent Markus Poschner, der seit seiner Auszeichnung mit dem Deutschen Dirigentenpreis 2004 regelmäßig bei den national und international renommiertesten Orchestern zu Gast ist, wird heute insbesondere für seine aufsehenerregenden Interpretationen und Einspielungen der Werke von Beethoven, Brahms und Bruckner geschätzt. Nach dem Studium in München und als Assistent von Sir Roger Norrington und Sir Colin Davis wirkte Poschner ab 2006 als Erster Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin. Als »großes Nachwuchstalent« bezeichnete ihn die Neue Zürcher Zeitung, als er mit Regisseuren wie Nicolas Stemann, Hans Neuenfels, Peter Konwitschny, Andreas Homoki und Sebastian Baumgarten zusammenarbeitete.

Seit der Spielzeit 2017/18 ist Markus Poschner Chefdirigent des Brucknerorchesters Linz sowie Opernchef am Landestheater Linz. Er trat damit die Nachfolge von Dennis Russell Davies an. Mit Beginn der Saison 2015/16 übernahm Markus Poschner die Position des Chefdirigenten des Orchestra della Svizzera italiana in Lugano, dem einzigen Rundfunkorchester in der Schweiz. Gleich zu Beginn seiner ersten Spielzeit eröffnete er dort mit einem Brahms-Zyklus den neuen und hochgelobten Konzertsaal LAC direkt am Luganer See. Unter seiner Leitung war das Orchester 2016/17 in der Saison erstmal in Europa auf Tournee zu erleben und präsentierte dort die DVD-Aufnahme ihres Brahms-Zyklus, die von der Presse mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Markus Poschner (Dirigent) 30 min
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Von 2007-2017 war Poschner Generalmusikdirektor der Bremer Philharmoniker. Dort entwickelte Poschner, der auch ein fulminanter Jazzpianist ist, vor allem in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Benedikt von Peter eigene Wege und Formen zeitgenössischen Musiktheaters und löste einen bis heute anhaltenden Publikumsboom aus. Markus Poschner wurde von vielen der renommiertesten Klangkörper und Opernhäuser als Gast eingeladen, darunter Staatskapelle Dresden, Dresdner Philharmoniker, Bamberger Symphoniker, Münchner Philharmoniker, Wiener Symphoniker, Konzerthausorchester Berlin, die Rundfunk-Sinfonieorchester in Berlin, Leipzig, Stuttgart und Köln, Netherlands Radio Philharmonic, Wiener Kammerorchester, Orchestre Philharmonique de Monte Carlo, NHK Symphony Orchestra, Tokio Metropolitan Orchestra, sowie Staatsoper Berlin, Komische Oper Berlin, Hamburgische Staatsoper, Oper Köln, Oper Frankfurt und Opernhaus Zürich.

Mit vielen dieser Orchester und Opernhäuser verbindet ihn inzwischen eine enge künstlerische Partnerschaft, wie etwa der Staatsoper Berlin, wo Markus Poschner im Jahr 2014 mit der Neuproduktion des Wagner/Jelinek-Abends »Rein Gold« in der Regie von Nicolas Stemann debütierte. Mittlerweile dirigierte er dort auch »Tosca«, »Die Zauberflöte« und »Der fliegende Holländer«. Auch die Zusammenarbeit mit den Opernhäusern in Frankfurt (»Messias« in 2016) und Zürich (»Fidelo« in 2015) führte umgehend zu Wiedereinladungen. In der Spielzeit 2017/18 wird Poschner mit »Der fliegende Holländer« und 2018/19 mit der Neuproduktion „Hänsel und Gretel“ an die Züricher Oper zurückkehren. Als Erster Gastdirigent der Dresdner Philharmonie von 2010-14 waren dort mit Markus Poschner sämtliche Beethoven-Symphonien zu hören. Dem Orchester ist er weiterhin eng verbunden und erarbeitet mit ihm aktuell einen Mahler-Zyklus. Seit 2002 ist er außerdem Erster Gastdirigent des Deutschen Kammerorchesters Berlin, das er ebenso geprägt hat wie das legendäre Georgische Kammerorchester Ingolstadt, dessen Chefdirigent er von 2000-06 war. Die Universität Bremen ernannte Markus Poschner im Juli 2010 zum Honorarprofessor am Institut für Musikwissenschaft.

Zuletzt aktualisiert: 10. Mai 2019, 17:36 Uhr