Der MDR-Rundfunkchor
MDR-Rundfunkchor Bildrechte: MDR/Peter Adamik

Orffs "Carmina Burana" mit allen drei MDR-Ensembles in Suhl

Archaische Schlichtheit, elementare Kraft und mitreißende Rhythmen sind das Erfolgsrezept von Carl Orffs „Carmina Burana“. Auf der Bühne des Congress Centrum Suhl stehen bei diesem Monumentalwerk Sinfonieorchester, Chor und Kinderchor des MDR – insgesamt knapp 200 Musikerinnen und Musiker. Zudem erklingen im Rahmen dieses Konzerts am 6. Juli um 17 Uhr Werke aus den Wagner-Opern „Tannhäuser“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“, dirigiert von Christoph Gedschold.

Der MDR-Rundfunkchor
MDR-Rundfunkchor Bildrechte: MDR/Peter Adamik

Im Suhler Congress Centrum dreht die Glücksgöttin Fortuna ihr Schicksalsrad – zu hören in Carl Orffs zeitlosem Werk Carmina Burana. Darin vertont er weltliche, mittelalterliche Texte über die Wechselhaftigkeit des Schicksals sowie die Liebe und die Natur. Sie skizzieren das einfache Dorfleben, wo sich Männer und Frauen umwerben und abends gemeinsam im Wirtshaus zum Trinken treffen, sie beschreiben das Erwachen des Lebens im Frühling und handeln immer wieder von Liebesbeziehungen. Über allem wacht die Glücksgöttin, die Orff im klanggewaltigen Chor „O Fortuna“ anruft. Dieser überwältigende Eingangschor hat in zahlreiche Werbespots und Filme Eingang gefunden und steht für die Faszination, die Orffs zeitloses, energiegeladenes und mystisches Werk seit seiner Uraufführung 1937 ausübt.

Sopranistin Yeree Suh im schwarzen Kleid
Sopranistin Yeree Suh Bildrechte: Marco Borggreve

In diesem Konzert, das gleichzeitig die Konzertsaison 2018/19 beschließt und im Rahmen des MDR-Musiksommers stattfindet, versammeln sich mit MDR-Sinfonieorchester, MDR-Rundfunkchor und MDR-Kinderchor alle drei MDR-Ensembles gemeinsam auf der Bühne. Die Solistenparts übernehmen Yeree Suh (Sopran), Tilman Lichdi (Tenor) und Michael Nagy (Bariton).

Am sommerlichen Konzertabend erklingen außerdem Auszüge aus zwei großen Opern Richard Wagners. Neben der Ouvertüre zu „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“, der er 1861 noch das ekstatische Bacchanal (Fest) für die Aufführung an der Pariser Grand Opera hinzufügte, steht das Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg“ auf dem Programm.

Dirigent Christoph Gedschold
Dirigent Christoph Gedschold Bildrechte: Jochen Klenk

Die Leitung des Konzerts hat Christoph Gedschold, der seit der Saison 2015/16 Kapellmeister der Oper Leipzig ist. Der gebürtige Magdeburger wirkte zuvor seit 2009 am Badischen Staatstheater Karlsruhe und ist regelmäßig Gastdirigent an der Semperoper Dresden und der Hamburgischen Staatsoper. Er studierte Klavier und Dirigieren in Leipzig und Hamburg.

Zuletzt aktualisiert: 06. Mai 2019, 11:42 Uhr