Trompeter Simon Höfele
Bildrechte: Sebastian Heck

Orchestrale Jazzklassiker mit Trompeter Simon Höfele

Die Musik von Jazzlegenden wie Duke Ellington und Miles Davis holt das MDR-Sinfonieorchester am 16. März um 20 Uhr auf die Gewandhausbühne. Dirigent Dennis Russell Davies – erneut beim MDR-Sinfonieorchester zu Gast – führt am Pult durch das sprühende Programm zwischen Klassik, Jazz und Weltmusik. Spanisches Flair verspricht Miles Davis‘ legendäres Album „Sketches of Spain“, dessen fünf Stücke der junge Trompeter Simon Höfele mit den Funk-Musikern interpretiert. MDR KULTUR und MDR KLASSIK übertragen das Konzert am 17. März 19.30 Uhr in ihren Programmen.

Trompeter Simon Höfele
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Duke Ellington, Wolfgang Dauner oder Miles Davis – sie alle haben mit der Klassik nicht nur geliebäugelt, sondern im Third Stream Jazz, Klassik und Weltmusik verschmolzen.

Der Jazztrompeter Miles Davis
Jazztrompeter Miles Davis Bildrechte: imago/Leemage

Spanische Volksmusik etwa inspirierte Jazztrompeter, Komponist und Bandleader Miles Davis zu seinem legendären Album „Sketches of Spain“ – einem der einflussreichsten Jazzalben des letzten Jahrhunderts. Beim Konzert im Gewandhaus tritt der junge Trompeter Simon Höfele in Miles Davis‘ Fußstapfen. Gemeinsam mit den Musikern des MDR-Sinfonieorchesters interpretiert er live die fünf Titel der im Winter 1959/60 aufgenommene Platte – darunter ein Arrangement von Joaquìn Rodrigos „Concierto de Aranjuez“ oder eine Ballettmusik von Manuel de Falla.

Trompeter Simon Höfele mit seinem Instrument
Trompeter Simon Höfele Bildrechte: Sebastian Heck

„Ich freue mich darauf, dieses epische Album live zu spielen.“, zeigt sich der 24-jährige Trompeter Simon Höfele begeistert. Er ist aktueller BBC Radio 3 New Generation Artist, seit der Spielzeit 2018/2019 Künstler in der Reihe „Junge Wilde“ des Konzerthauses Dortmund sowie SWR2 New Talent. Als Solist gastierte er bereits u. a. beim Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem BBC Philharmonic, dem Shanghai Philharmonic und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.

Mit Duke Ellington steht ebenfalls ein Jazzkollege Miles Davis‘ beim Konzert der „Reihe Eins“ auf dem Programm. Die Geschichte der Afroamerikaner verarbeitete der Jazzpianist, Bandleader und Komponist Ellington in seiner Orchestersuite "Black, Brown and Beige“. Sie ist seine längste Komposition – jazzig in Besetzung und Stil, sinfonisch in der Orchestrierung – und entstand 1943. Einige Stücke daraus, wie „Worksong“ oder „Come Sunday“, setzten sich auch unabhängig von der Suite durch, die Ellington für spätere Aufführungen kürzte.

Zu den deutschen Jazzgrößen gehört der Stuttgarter Jazzpianist und Komponist Wolfgang Dauner (geb. 1935), der keine Grenzen zwischen E- und U-Musik kennt. In seinem Werk „Second Prelude to the Primal Scream“, komponiert 2009 im Auftrag des Deutschen Musikrates, schreibt er für Sinfonieorchester und Bigband. Dabei bezieht er sich u. a. auf seine frühe Oper „Der Urschrei“.

Porträt des Dirigenten Dennis Russell Davies in schwarz-weiß.
Dirigent Dennis Russell Davies Bildrechte: MDR

Dirigent Dennis Russell Davies kann auf eine bereits 48-jährige Karriere als Chefdirigent von Orchestern, Opernhäusern und Festivals im gesamten deutschsprachigen Raum zurückblicken. Mit Beginn der Saison 2018/19 hat der US-Amerikaner den Chefdirigentenposten bei der Philharmonie Brünn angetreten. Er pflegt eine enge Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten und dirigierte Uraufführungen von Werken Pärts oder Glass‘. Regelmäßig ist er international bei den großen Orchestern zu Gast.

Am 17. März erklingt dasselbe Programm im Rahmen des Kurt Weill Festes Dessau um 17 Uhr im Anhaltischen Theater Dessau.

Dieses Thema im MDR-Programm : Dasselbe Programm erklingt am 17. März im Rahmen des Kurt Weill Festes Dessau. DLF Kultur schneidet dieses Konzert mit und MDR KULTUR sowie MDR KLASSIK senden die Aufzeichnung am 17. März um 19.30 Uhr in ihren Programmen.

Zuletzt aktualisiert: 28. Januar 2019, 15:51 Uhr