Engelbert Humperdinck
Bildrechte: dpa

Egelbert Humperdinck Bübchens Weihnachtstraum

Engelbert Humperdinck
Bildrechte: dpa

In einer kleinen deutschen Stadt bereitet eine Familie Weihnachten vor. Draußen fallen Flocken, durch die warme Stube geht süßer Kuchenduft, der Christbaum ist schon geschmückt. Vor dem Hause singen zwei Geschwisterpaare das Lied von der Stillen Nacht. Die Mutter schenkt gerührt den »armen, blassen« Kindern je einen Apfel. Dem »Bübchen« des Hauses, »rund, gesund und satt«, erzählt die Mutter die Weihnachtsmär, worüber er einschläft.

Im Traume erscheinen ihm Engel, die ihn auf sein Geheiß zum  Christkind bringen. Ein Engel nimmt »das Bübchen bei der Hand und geht mit ihm durchs weiße Land«. In einem freundlichen Tal erblickt Bübchen die heilige Stätte, wo »zwischen Eselein und Rind« liegt »das lichtumkränzte Jesukind«. An seiner Wiege wachen Maria, Josef und Knecht Ruprecht.

Auch die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenlande – Caspar, Melchior, Balthasar – treten auf den Plan. Sie schenken dem Kinde Gold, Weihrauch und Myrrhen. Bei der Szene sind Hirten mit ihren Herden zugegen. Sie sollen die frohe Botschaft durchs ganze Land tragen.

Die Engel bringen dann Hänschen nach Haus. Die Mutter lacht: »Das hat mein Bübchen gut gemacht; ein bisschen Schlaf vorweggenommen. Nun kann das liebe Christkind kommen.« Freudig stehen alle vor dem Tannenbaum und stimmen das Lied an von der frohen Weihnacht: »O, du Fröhliche...« (Und wie es gute, alte Sitt’, Knecht und Mägde singen mit).

Engelbert Humperdinck wurde 1854 in Siegburg als Sohn eines Gymnasialdirektors geboren, studierte Musik in Köln und München. Richard Wagner verpflichtete ihn als Assistent für die Einstudierung seines Bühnenweihfestspiels Parsifal. 1893 erlebte Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel in Weimar Uraufführung, es dirigierte Richard Strauss Als Kompositionsprofessor lebte Humperdinck in Berlin. Seine Oper Die Königskinder wurde 1911 in New York uraufgeführt. Er schuf Bühnenmusiken, über einhundert Klavier- und Kinderlieder.

Das Werk im MDR-Konzert

Ein Junge aus dem Konzertchor des MDR KINDERCHORS schaut in seine Noten.
Bildrechte: MDR/Nikola Kuzmanić
Ein Junge aus dem Konzertchor des MDR KINDERCHORS schaut in seine Noten.
Bildrechte: MDR/Nikola Kuzmanić
Ein Junge aus dem Konzertchor des MDR KINDERCHORS schaut in seine Noten.
Bildrechte: MDR/Nikola Kuzmanić

Zuletzt aktualisiert: 17. April 2018, 08:00 Uhr