MDR-Kinderchor probt wieder: „Endlich mal wieder alle auf einem Haufen!“

Nach Coronapause: MDR-Kinderchor nimmt Proben wieder auf

Seit Anfang Juli kann der MDR-Kinderchor wieder in größerer Gruppe proben. Zuvor war das wegen der Corona-Pandemie einen Monat lang nur mit maximal zehn Personen möglich. Jetzt können Proben mit jeweils rund 30 Sängerinnen und Sängern auf dem Innenhof des Hauptcampus der Uni Leipzig und im Hof des Grassi-Museums stattfinden – natürlich mit Abstand. Eindrücke von der ersten Probe.

Mann dirigiert einen Kinderchor im Innenhof von mehreren großen Gebäuden. Die Kinder stehen mit großem Abstand zueinander. Außerdem sind auf dem Bild ein Keyboard und ein Megafon zu sehen, die dem Chorleiter als Hilfsmittel dienen.
Bildrechte: MDR/Sophia Seifert

„Ich freue mich, euch endlich mal wieder alle auf einem Haufen zu sehen“, ruft Kinderchorleiter Alexander Schmitt den jungen Sängerinnen und Sängern durch ein Megafon zu. Mit viel Abstand – je sechs Meter nach vorne und hinten, drei Meter zu beiden Seiten – stehen sie auf dem Innenhof des Hauptcampus der Uni Leipzig. Auf dem Boden vor ihnen ein Stück rot-weißes Klebeband – die Abstandsmarkierung, die Kinderchorinspektorin Nina Zander penibel abgemessen auf dem Hof verteilt hat.

Mann dirigiert einen Kinderchor im Innenhof von mehreren großen Gebäuden. Die Kinder stehen mit großem Abstand zueinander. Außerdem sind auf dem Bild ein Keyboard und ein Megafon zu sehen, die dem Chorleiter als Hilfsmittel dienen.
Bildrechte: MDR/Sophia Seifert

Es ist die erste von zwei Proben, die dank der Nachbarschaftshilfe der Universität stattfinden kann. Die Verwaltung hat dem Kinderchor den Innenhof zum Singen zur Verfügung gestellt. Eine weitere Probe gab es kurz vor Beginn der Sommerferien auch im Hof des Grassi-Museums. Hier sollen die Sängerinnen und Sänger auch die Probenwoche zum Ende der Ferien verbringen.

Probensituation nicht optimal

Es ist windig während der ersten Probe. Immer wieder ziehen leichte Windstöße über den Unihof, sodass den Musikerinnen und Musikern die Notenblätter aus den Händen flattern. Kein Wunder, dass so der ein oder andere Einsatz verpasst wird.

Die Probensituation sei natürlich nicht optimal, meint Chorleiter Schmitt. Aufgrund der Abstände könnten die Sängerinnen und Sänger nicht alle Stimmen hören, es sei schwierig, zusammenzubleiben. Trotz der ungewohnten Situation lassen sich die Kinder und Jugendlichen aber nicht beirren. Und ihr Chorleiter weiß sie zu motivieren: „Ihr müsst so laut singen, dass auch die Leute mit den Hörgeräten auf der Grimmaischen Straße euch hören!“

Jugendliche stehen in einem Innenhof zwischen großen Gebäuden. Sie stehen mit Abstand zueinander und halten weiße Blätter in der Hand.
Bildrechte: MDR/Sophia Seifert

Ihre Stimmen hallen klar von den Gebäuden ringsum wider, der Klang erfüllt den Hof und trägt bis zum Tor, das zu der Einkaufsstraße führt, wo einige Passanten stehen bleiben, um zu lauschen. Alexander Schmitt ist von einem positiven Effekt der aktuellen Probensituation überzeugt: „Wir trainieren hier, unter den schwersten Bedingungen zu singen. Das wird uns in Zukunft auf jeden Fall helfen.“

Sophia Seifert