Roberto Abbado (Dirigent)
Bildrechte: Miro Zagnoli

Roberto Abbado

Roberto Abbado (Dirigent)
Bildrechte: Miro Zagnoli

Roberto Abbado wurde in eine Musikerfamilie hineingeboren und erhielt seine Dirigierausbildung bei Franco Ferrara am Teatro La Fenice in Venedig und an der Accademia di Santa Cecilia in Rom. Er war von 1991 bis 1998 Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters und gastiert am Pult so bedeutender Orchester wie dem Amsterdamer Concertgebouw-Orchester, dem Orchestre National de France, dem Orchestre de Paris, der Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Israel Philharmonic Orchestra. In seiner Heimat Italien ist er u.a. den Orchestern der Mailänder Scala, des Maggio Musicale Fiorentino, der RAI in Turin und der Accademia Nazionale di Santa Cecilia eng verbunden. In den Vereinigten Staaten seit seinem Debüt beim Orchestra of St. Luke’s at the Lincoln Center in New York 1991 sehr gefragt, wirkt er seit 2005 als Artistic Partner des Saint Paul Chamber Orchestra und tritt regelmäßig mit den Symphonieorchestern von Boston, Philadelphia, Chicago, Atlanta, St. Louis, San Francisco und Houston auf. Unlängst wurde er zum Musikdirektor des Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia berufen.

Als Operndirigent hat Roberto Abbado zahlreiche Neuproduktionen an führenden Häusern geleitet, darunter La Gioconda, Lucia di Lammermoor und La donna del lago an der Mailänder Scala, I vespri siciliani an der Wiener Staatsoper, L’Amour des trois oranges, Aida und La traviata an der Bayerischen Staatsoper, Le Comte Ory, Attila, I Lombardi alla prima crociata, Il barbiere di Siviglia, Anna Bolena und Henzes Phaedra beim Maggio Musicale Fiorentino, Simon Boccanegra und La clemenza di Tito in Turin, La donna del lago an der Opéra national de Paris, Fedora an der Metropolitan Opera in New York, Don Giovanni an der Deutschen Oper Berlin, Ermione, Zelmira und Mosè in Egitto beim Rossini Opera Festival in Pesaro, La Gioconda und Maometto II in Rom, Macbeth und Parsifal in Bologna und Così fan tutte in Bari sowie La traviata auf einem Hong Kong-Gastspiel des Teatro San Carlo in Neapel. Die Produktion von Mosè in Egitto aus Pesaro wurde 2012 mit dem renommierten Premio Franco Abbiati ausgezeichnet.

Roberto Abbado versteht sich ebenso als leidenschaftlicher Anwalt moderner und zeitgenössischer Musik und hat zahlreiche Werke zur Uraufführung gebracht, u. a. 2007 Fabio Vacchis Oper Teneke an der Mailänder Scala. Regelmäßig steht Musik von Komponisten wie Luciano Berio, Salvatore Sciarrino, Ivan Fedele, Luca Francesconi, Giorgio Battistelli, Pascal Dusapin, Henry Dutilleux, Olivier Messiaen, Alfred Schnittke, Hans Werner Henze, Helmut Lachenmann, John Adams, Charles Wuorinen, Christopher Rouse oder Steven Stucky auf seinen Programmen. Seine umfangreiche Diskografie umfasst u. a. preisgekrönte Einspielungen von I Capuleti e i Montecchi und Tancredi sowie zahlreiche DVD-Mitschnitte, u. a. mit Sängern wie Mirella Freni und Plácido Domingo. 2009 wurde er mit dem Premio Franco Abbiati als Dirigent des Jahres ausgezeichnet.

Konzerte gab er bei den Salzburger Festspielen sowie mit dem Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai, Orchestra del Teatro Comunale Bologna, Atlanta Symphony, Cincinnati Symphony, San Francisco Symphony sowie beim Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, New World Symphony Orchestra, Minnesota Orchestra und Malaysian Philharmonic Orchestra.

Roberto Abbado im MDR-Konzert

Roberto Abbado (Dirigent)
Bildrechte: Miro Zagnoli

Zuletzt aktualisiert: 03. April 2019, 13:39 Uhr