Simone Lamsma
Bildrechte: Otto van den Toorn

Konzertsaison 2018/2019 - Matinéekonzerte

1. Matineekonzert | Bruch, Mahler

So, 23.09.2018 11:00 Uhr

Leipzig, Gewandhaus

  • Max Bruch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26
  • Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5
  • ZUGABE
  • Johannes Brahms: Ungarischer Tanz Nr. 5 g-Moll (original: fis-Moll) Orchestrierung: Martin Schmeling
  • MDR-SINFONIEORCHESTER
  • Simone Lamsma | Violine
  • Robert Trevino | Dirigent

Bruchs erstes Violinkonzert und Mahlers fünfte Sinfonie: zwei Werke, die ihre Schöpfer in die Verzweiflung trieben. „Die Fünfte ist ein verfluchtes Werk. Niemand capirt sie“, ließ sich Gustav Mahler über seine Sinfonie aus, mit der er 1904 Presse und Publikum einen regelrechten Schock versetzte. So sehr gefordert hatte ein sinfonisches Werk den Hörer bisher selten. Tiefste Erschütterung trifft darin auf überschwängliche Lebensfreude und grenzenloser Jubel auf das berühmte „Adagietto“, einen der innigsten Sinfoniesätze überhaupt. Mahlers aufregendes Wechselbad der Gefühle erfährt im Matinéekonzert ein durch und durch romantisches Vorspiel. Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-Moll ist zum Synonym für seine Gattung geworden, auch wenn der Komponist polterte: „Ich kann dies Concert nicht mehr hören ... Gehen Sie hin und spielen Sie endlich einmal die andern Concerte, die ebenso gut, wenn nicht besser sind!“ Noch heute tut man Bruch den Gefallen nicht und hält es lieber mit Joseph Joachim, der überzeugt war, es sei „das schönste und reichste“ aller ihm bekannten Violinkonzerte.